IG Bauwagen ’93 spendet für Langsdorfer Stiftung


Steffen Roth (r.) und Daniel Jung (m.) von der IG Bauwagen ’93 mit „Vereinsmaskottchen Waltraud“ bei der Übergabe des Spendenschecks an Dr. Andreas Kuczera (l.) vom Stiftungsbeirat. (Foto: Daniel Jung)

1993 gründeten sieben Freunde die IG Bauwagen Langsdorf. Bald schon wurde das Projekt zu einem erfolgreichen Jugendtreff, der mit seinen Veranstaltungen zum festen Bestandteil im Jahreskalender des Dorfes wurde.

Nach interner Abstimmung spendeten die Mitglieder zu Ostern 2020 einen Betrag von 1.000 € an die Langsdorfer Stiftung. Die Freunde, mittlerweile zum Großteil auch Familienväter, wollen damit ihrem Heimatort und ihren Kindern „etwas zurückgeben“ und so entschied man sich für die Spende an eine Institution „von der alle Langsdorfer etwas haben“.

Die Langsdorfer Stiftung wurde als Partnerstiftung der Bürgerstiftung Mittelhessen im September 2008 gegründet. Das Stiftungskapital wurde durch die Gelder der Vereinsgemeinschaft „Dolles Dorf Langsdorf“, nach dem Gewinn des gleichnamigen Wettbewerbs des Hessischen Rundfunks im Jahre 2005 und durch Zuwendungen einzelner Bürgerinnen und Bürger aufgebracht.

Seit dem wurden jedes Jahr verschiedene Projekte unterstützt, z.B. an der Grundschule Langsdorf: JEKI (Jedem Kind ein Musikinstrument), ein Bausystem (Möbel) für den Betreuungsverein der Schule, T-Shirts für die Jugend des Tennisvereins, Funkgeräte für die Jugendfeuerwehr, Bücher und Hörbücher für die Langsdorfer Bücherei und viele andere. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.Langsdorfer-Stiftung.de.

Entsprechend ihres Stiftungszwecks will die Langsdorfer Stiftung gesellschaftliche Vorhaben fördern, die im Interesse der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger liegen. Vor allem will die Stiftung den Gemeinschaftssinn im Dorf und die Mitverantwortung der Bevölkerung fördern, stärken und damit dazu beitragen, dass Langsdorf sich positiv entwickelt.

(Text: Daniel Jung)

Bürgerstiftung übergibt Masken an Seniorenheim in Bad Nauheim

Safety first: Unter Einhaltung des Mindestabstandes übergibt Klaus Arnold, Vorsitzender der Bürgerstiftung, die ehrenamtlich genähten Schutzmasken an Stefan Fuchs und Marion Gerland, Leiter des Elisabeth-Seniorenheims. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Am vergangenen Mittwoch konnte der Vorsitzende der Bürgerstifung Mittelhessen, Klaus Arnold, dem Einrichtungsleiter des Elisabeth-Seniorenheims in Bad Nauheim, Stefan Fuchs, über 120 ehrenamtlich genähte Mund-Nasen-Schutz-Masken übergeben.

Zuvor hatte die Bürgerstiftung zusammen mit dem Makerspace in Gießen die Bürger aufgerufen, selbst Masken zu nähen und diese an Institutionen mit entsprechendem Bedarf weiterzugeben. Mittel für das Material stellt die Bürgerstiftung zur Verfügung.

Zwei Mitarbeiterinnen der Volksbank Mittelhessen sind dem Aufruf gefolgt und haben in kurzer Zeit über 120 Masken genäht, welche nun unter Einhaltung der Sicherheitsregelungen übergeben werden konnten. Auch die Hausleiterin, Marion Gerland war begeistert vom Fleiß der beiden Näherinnen, Daniela Will und Nadine Beutel. 

Makerspace Gießen ruft zum gemeinsamen Nähen von Atemmasken auf – Bürgerstiftung Mittelhessen unterstützt das Projekt von flux, THM, TIG und JLU

Im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus und dem damit ansteigenden Bedarfs von Atem- und Gesichtsmasken ruft der Gießener Makerspace zum gemeinsamen Nähen entsprechender Masken auf. Die Bürgerstiftung Mittelhessen unterstützt das Projekt mit notwendigem Material.

Solche Gesichtsmasken entstehen im Projekt des Makerspace Gießen, das die durch die Bürgerstiftung unterstützt wird. (Foto: Makerspace Gießen)

Neben der Herstellung von Gesichtsvisieren für die Gesundheitsberufe mittels 3D-Druckern und der Arbeit in einem breiten Unterstützernetzwerk werden im Makerspace Gießen seit einigen Tagen auch Behelfs-Mund- und Nasen-Masken genäht. Auch hier entsteht gerade ein breites Netzwerk mit Freiwilligen, die bei der Herstellung der Masken unverzichtbar sind.

„Wir wollen den wachsenden Bedarf an Masken in Gießen decken. Spezielle Masken für die hohen Anforderungen im Gesundheitsbereich (medizinischer Mund-Nasen-Schutz sowie filtrierende Halbmasken) werden knapp, und diese sollten daher ausschließlich dem Gebrauch im Gesundheitsbereich vorbehalten bleiben. Es deutet sich aber an, dass auch einfache genähte Masken aus Baumwolle bis zu einem gewissen Grad die Tröpfchen beim Sprechen und Husten abhalten können. Daher haben wir uns entschieden, hier tätig zu werden. Unser Vorteil ist, dass wir sehr schnell agieren können,“ sagt Johannes Schmid vom Makerspace Gießen.

Bisher wurden die neu geschaffenen Gießener Lieferdienste von z.B. Gutburgerlich und Tom & Sallys sowie die Caritas und die AWO mit selbst hergestellten Masken beliefert. Anfragen von Pflegeheimen und Pflegediensten liegen bereits vor. Die Nachfrage ist sehr hoch und daher werden noch weitere Freiwillige gesucht, um Masken zu nähen.

Elias Flory, Mitarbeiter des Technologie- und Innovationszentrums Gießens und Space Manager, testet die Modelle bereits an der Nähmaschine, welche vom Entrepreneurship Cluster Mittelhessen, dem Gründungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen beigesteuert wurden. „Wir müssen selbst schauen, welche Anleitungen gut funktionieren und wo es Probleme gibt, um kompetente Ansprechpartner für die Freiwilligen zu sein,“ ist sein Credo.

Stellen die kostenlos abgegebenen Masken nicht eine Konkurrenz für die aktuell in Bedrängnis geratenen Nähgeschäfte dar? „Wir glauben nicht, dass wir momentan eine Konkurrenz zu Nähgeschäften darstellen, da die Nachfrage das Angebot weit übersteigt. Jedoch bieten wir Nähgeschäften an, sich bei uns listen zu lassen und appellieren an alle, je nach verfügbaren Mitteln dort Masken zu kaufen. Unsere Masken sollen diejenigen unterstützen, die sich Masken auf dem freien Markt nicht leisten können oder diese sehr dringend und schnell benötigen,“ sagt Nils Seipel vom Makerspace.

Die Bürgerstiftung Mittelhessen unterstützt das Vorhaben und hat bei zwei Nähgeschäften in der Region Konten einrichten lassen, über die der Makerspace Stoff und Material beziehen kann. Die Materialien werden dann durch den Makerspace unter den freiwilligen Näherinnen und Nähern verteilt – natürlich kontaktlos.  Jens Ihle,  Mitglied des Bürgerstiftung Vorstands lobt das Projekt des Makerspaces: „Die Tatkraft des Makerspaces in diesen Krisenzeiten ist aus Sicht des Vorstands der Bürgerstiftung vorbildlich. Schnell und einstimmig haben wir uns entschieden mit Material, Geld und Ansprache von Mitnähenden die Produktion und Logistik der Maskenherstellung zu unterstützen.“

Der Makerspace ist ein gemeinsames Projekt der Technischen Hochschule Mittelhessen, des Technologie- und Innovationszentrums Gießen GmbH und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er wird unter anderem unterstützt von Stadt und Landkreis Gießen, Volksbank, Sparkasse und Firmen aus der Region.

Anfragen und die Unterstützung des Näh-Netzwerks werden über die Webseite www.makerspace-giessen.de/masken gesteuert.

EhrenamtPreis für junge Menschen vorerst abgesagt

Leider sehen wir uns aufgrund der aktuellen Entwicklungen bezüglich des COVID-19 (Corona-Virus) und den politischen Entscheidungen gezwungen, die geplante Veranstaltung zur Verleihung der EhrenamtPreises an junge Menschen abzusagen. Für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Situation soll die Verleihung im Sommer nachgeholt werden

Wir bitten um Ihr Verständnis und halten Sie zu den weiteren Entscheidungen auf dem Laufenden.

Bürgerstiftung unterstützt Flüchtlingshilfe erneut


Peter Gömmer, Pfarrer Dr. Gabriel Brand, Heribert Ohlig und unser Vorstand Johannes Haas (v. l.) bei der Übergabe der Spende (Foto: Wißner)

Zum bereits dritten Mal unterstützen wir die Flüchtlingshilfe Gießen-Ost mit einer Spende über 2500 Euro. Unser Vorstand Johannes Haas übergab heute den Spendenscheck an Pfarrer Dr. Gabriel Brand, Heribert Ohlig und Peter Gömmer im Pfarrsaal der St. Thomas Morus-Pfarrei und betonte dabei: „Die Flüchtlingshilfe Gießen-Ost ist ein Vorbild an engagierter Integrationsarbeit vor Ort, die unser Staat alleine nicht wird leisten können. Wir unterstützen die Arbeit der Flüchtlingshilfe sehr gerne und werden sie auch weiterhin begleiten.“

Die Flüchtlingshilfe Gießen-Ost bietet seit Januar 2016 viermal pro Woche kostenlosen Unterricht für Geflüchtete an, der von ehrenamtlichen Lehrerinnen und Lehrern erteilt wird. Neben dem Unterricht werden gemeinsame Feste gefeiert, wie ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier oder die feierliche Übergabe der Zeugnisse und Zertifikate am Ende eines Halbjahres. Außerdem konnte die Flüchtlingshilfe Gießen Ost den Geflüchteten einen Ausflug in den Hessenpark ermöglichen.

Getragen wird die Flüchtlingshilfe Gießen Ost von drei Kirchengemeinden: Ev. Andreasgemeinde, Ev. Luthergemeinde und Kath. St. Thomas Morus Gemeinde.

Hallo-Welt-Bücher lagern in der Volksbank Mittelhessen

Die Hallo-Welt-Stiftung lagert ab sofort ihre neu gedruckte Bücher bei der Volksbank Mittelhessen in Wetzlar. V. l: Elvira Seipp-Stratford, Dr. Frank Wagner, Mario Weber, Herr Schmidt, Dr. Susanne Gastmann, Klaus Arnold

Am 29.08.2019 wurde es in den Räumen der Volksbank Mittelhessen in Wetzlar richtig familiär. Hans-Heinrich Bernhardt, Vorstand der Volksbank Mittelhessen, Klaus Arnold, Direktor der Volksbank Mittelhessen und Vorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, und Dr. Susanne Schneider, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Mittelhessen, überreichen Dr. Frank Wagner, Initiator des Angebotes „Hallo Welt – Familien begleiten“ und Vorsitzender der Partnerstiftung Hallo Welt, die den Druck der dritten Auflage des Buches finanziert, einen Schlüssel für Räumlichkeiten in der Wetzlarer Volksbank, zur kostenfreien Lagerung von 2500 Familien-Begleitbüchern.

Hier wird gelebtes Miteinander, Verlässlichkeit und Respekt vor guter Arbeit deutlich: Die Volksbank Mittelhessen und Bürgerstiftung Mittelhessen sind von Anfang an wichtige Unterstützer und Wegbereiter des Angebotes „Hallo Welt – Familien begleiten“ gewesen und binden, mit dieser tollen Zusage von Lagerräumlichkeiten für die dritte Auflage des Familien-Begleitbuches, noch einmal das schon fest geschmiedete Band fester an. In fundierter Kooperation mit Herrn Bernhardt konnte in der Filiale Wetzlar ein Raum organisiert werden, der die 2500 Exemplare lagern wird. „Das ist ein Riesengeschenk“, betonte Dr. Wagner bei der Schlüsselübergabe und dankte Herrn Bernhardt sehr. Auch Herr Schmidt, vom Gebäudemanagement der Volksbank Mittelhessen wird in Zukunft helfen die Bücher zu verwalten und an Frau Dr. Gastmann von der Koordinationsstelle Hallo Welt bei Bedarf auszuhändigen. Eine großartige und langfristige Zusammenarbeit, die die nächsten Jahre bestimmen wird. Mario Weber, der Geschäftsführer von M+W Druck in Linden, ist besonders stolz, die hohe Anzahl an Büchern wieder fertig gestellt zu haben. Die jahrelange, sehr gelungene Zusammenarbeit seit der ersten Auflage mit Hallo Welt, in der alle Bücher einzeln von Hand gepackt werden, hat wieder Frucht erbracht. Der Druck, das Layout und der Transport wurde von ihm erneut unterstützt und gemanagt. Dr. Wagner bringt es abschließend noch einmal auf den Punkt: „Ich bin sehr dankbar für die besondere kooperative Zusammenarbeit mit der Volksbank Mittelhessen und der Bürgerstiftung Mittelhessen, M+W Druck und allen sonstigen Beteiligten am Angebot Hallo Welt – eine Arbeit für unsere Zukunft, denn unsere Kinder sind das Wichtigste“.

Kurzinfo zum Angebot Hallo Welt – Familien begleiten

Das Angebot richtet sich an alle Familien in Stadt und Landkreis Gießen, die ein Baby bekommen haben. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen (BotschafterInnen) besuchen die Familien zu Hause und schenken Zeit, Lebenserfahrung, ein offenes Ohr und ein Familien-Begleitbuch, das viele Informationen rund um die ersten drei Lebensjahre des Kindes enthält. Sie begleiten kürzer und länger, je nach Bedarf der Eltern und den eigenen Ressourcen. Es ist ein freiwilliges Angebot für alle Eltern in Stadt und Landkreis Gießen.

Träger von „Hallo Welt – Familien begleiten“ ist der Verein Eltern helfen Eltern e.V. in Gießen.

Gefördert wird Hallo Welt durch Stadt und Landkreis Gießen, der Bürgerstiftung Mittelhessen und vielen weiteren Förderern, Spendern und Sponsoren.

Bürgerstiftung Mittelhessen unterstützt Lebensgemeinschaft Bingenheim

Mit der Spende über 4.000 Euro soll die persönliche Entwicklung von jungen Menschen mit Handicap unterstützt werden. (V. l.: Klaus Arnold, Marion Diehl, Susanne Molzahn und Manuel de Roos)

Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, übergab dieser Tage eine Spende in Höhe von 4.000 Euro an die Lebensgemeinschaft Bingenheim. Die in Echzell ansässige Gemeinschaft unterstützt junge Menschen mit Handicap. Im Zentrum der Arbeit steht die individuelle Begleitung des Menschen mit sogenannter „geistiger Behinderung“. Der Fokus liegt dabei ausdrücklich nicht auf Behinderung und Krankheit, sondern auf den persönlichen Entwicklungszielen der Menschen, die begleitet werden.

„Wie kann ich Dir, Mensch, bei Deiner individuellen Entwicklung hilfreich sein?“, bringen es Susanne Molzahn vom Vorstand der Lebensgemeinschaft und Geschäftsführer Manuel de Roos auf den Punkt. Beide freuten sich sichtlich über die Geldzuwendung der Bürgerstiftung Mittelhessen, die im Wesentlichen in die kulturelle Arbeit der Gemeinschaft fließen wird.

Aufmerksam auf dieses herausragende Projekt wurde der Vorstand der Bürgerstiftung durch einen Hinweis von Marion Diehl von der Volksbank Mittelhessen, die die Arbeit der Gemeinschaft, bereits seit vielen Jahren begleitet. Bei näherer Betrachtung war schnell klar, dass das Geld der Bürgerstiftung hier gute Verwendung findet und so führte Arnold einen einstimmigen Vorstandsbeschluss herbei.

Die in Gießen ansässige Stiftung fördert seit 2004 gesellschaftliche Projekte und Initiativen in Mittelhessen. Unter ihrem Dach agieren sieben Partnerstiftungen, wie die bekannte Hallo-Welt-Stiftung sowie der Stiftungsfond Gießener Herz, der sich der Prävention von Herz und Kreislaufkrankheiten verschrieben hat.

Nähere Infos zur Lebensgemeinschaft Bingenheim unter www.lb-bingenheim.de

Eine Bereicherung für den Bismarckturm: Neue Hinweistafeln erleichtern die Orientierung

Die Sponsoren und Firmenvertreter weihen die neuen Hinweistafeln auf der Aussichtsplattform der Bismarckturms ein. (Foto: Weil)

Ausflügler, die vom Bismarckturm auf dem Taufstein die gute Aussicht über den Vogelsberg und weit hinaus in die Region genießen wollten, hatten das immer wieder moniert: „Wo ist denn der Taunus, wo ist die Rhön, wo sind Spessart, Odenwald oder der Thüringer Wald?“. Hinweise darauf fehlten bisher auf der Aussichtsplattform in 800 Metern Höhe, ganz oben auf dem Taufstein der höchsten Erhebung des Vogelsberges.

Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde die Idee geboren, mit fest installierten Hinweistafeln künftig die Besucher des Turmes besser zu informieren. Der Naturpark Hoher Vogelsberg fand in der Vogelsbergstiftung für Kultur und Natur und deren Partnerorganisation, der Bürgerstiftung Mittelhessen, die von der Volksbank Gießen unterstützt wird, geeignete Mitstreiter für das 6.500 Euro teure Projekt. Für die Finanzierung mit ins Boot kamen noch der Vogelsberger Höhen-Club (VHC), die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsverband Nidda und Umgebung sowie der Geopark Vulkanregion Vogelsberg. Als Einzelsponsoren brachten sich noch VHC-Vorsitzender Jürgen Klein und Claudia Blum, Bürgermeisterin von Homberg und Vorsitzende der Verbandsversammlung des Naturparks Hoher Vogelsberg mit ein. Mit der Ausführung beauftragt wurde das Schlitzer Holz- und Metallbauunternehmen „Milan Art“.

Ein in Messing gefasster Lageplan mit markanten Erhebungen und Städten sowie Kilometerangaben erleichtert zukünftig die Orientierung. (Foto: Weil)

Die Aufgabe, eine geografische Skizze der weitläufigen Region um den Taufstein zu erstellen, sei nicht einfach gewesen, erklärten gestern bei der offiziellen Einweihung des neuen Informationssystems die beiden Firmenvertreter Andreas Schmelzer und David Weiss. Die anfängliche Idee, die gesamten Flächen bis zum Horizont fotografisch zu erfassen, habe sich nicht als machbar erwiesen, da oftmals sehr viel Dunst und Nebel die Sicht versperrten. „Wir haben daher viel mit dem Zeichenbrett gearbeitet und so ein Geländeprofil entwickelt“, erläuterte David Weiss, der in dem Schlitzer Unternehmen für die eher künstlerisch inspirierte Aufgaben zuständig ist.

Gefertigt wurden die Hinweistafeln schließlich aus verzinkten Stahlplatten. Erhaben darauf wurden in Reliefform die umgebenden Landschaften nach den Zeichenvorlagen in Form von entsprechend modulierten und langlebigen Messingplatten aufgebracht. Insgesamt wurden drei Platten gefertigt, die jetzt an drei Seiten des Plattform-Geländer angebracht wurden. Während auf der westlichen und östlichen Seite jeweils die Landschaften in ihrer Struktur nachgebildet sind, ist auf der nördlichen Seite der Aussichtsplattform ein Gesamtlageplan in Kreisform zu sehen. Hier sind die umgebenden Mittelgebirge, die höchsten Erhebungen und wichtige Städte auf einer Messingplatte eingetragen. Dazu in Ringform die Kilometerangaben von 20 bis 100 Kilometern vom Taufstein als Mittelpunkt bis zu den einzelnen markanten Punkten.

Sehr lobend äußerten sich Naturpark-Geschäftsführer Rolf Frischmuth und Erhard Müth, Gründer der Vogelsbergstiftung, über die „gelungene Umsetzung“ des Projektes. Auch Dr. Jens Mischak, in seiner neuen Funktion als Erster Kreisbeigeordneter zudem Vorsitzender des Zweckverbandes Naturpark Hoher Vogelsberg, zeigte sich sehr angetan: „Die Hinweistafeln zur Orientierung der Besucher sind eine prima Idee. Sie stellen auf jeden Fall eine Bereicherung des Turmes dar.“
Der Bismarckturm wurde in den Jahren von 1906 bis 1910 gebaut. Aufgrund seiner ausgesetzten Lage ist das Mauerwerk gegen die Wettereinflüsse wie Regen, Sonne, Schnee und Frost sehr anfällig. Die letzte große Sanierungsmaßnahme fand 1997 statt. Für die Kosten kommen der VHC, die Stadt Schotten und der Vogelsbergkreis auf. Für die ständige Kontrolle und den laufenden Betrieb ist der Naturpark zuständig.