Bürgerstiftung unterstützt Flüchtlingshilfe erneut


Peter Gömmer, Pfarrer Dr. Gabriel Brand, Heribert Ohlig und unser Vorstand Johannes Haas (v. l.) bei der Übergabe der Spende (Foto: Wißner)

Zum bereits dritten Mal unterstützen wir die Flüchtlingshilfe Gießen-Ost mit einer Spende über 2500 Euro. Unser Vorstand Johannes Haas übergab heute den Spendenscheck an Pfarrer Dr. Gabriel Brand, Heribert Ohlig und Peter Gömmer im Pfarrsaal der St. Thomas Morus-Pfarrei und betonte dabei: „Die Flüchtlingshilfe Gießen-Ost ist ein Vorbild an engagierter Integrationsarbeit vor Ort, die unser Staat alleine nicht wird leisten können. Wir unterstützen die Arbeit der Flüchtlingshilfe sehr gerne und werden sie auch weiterhin begleiten.“

Die Flüchtlingshilfe Gießen-Ost bietet seit Januar 2016 viermal pro Woche kostenlosen Unterricht für Geflüchtete an, der von ehrenamtlichen Lehrerinnen und Lehrern erteilt wird. Neben dem Unterricht werden gemeinsame Feste gefeiert, wie ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier oder die feierliche Übergabe der Zeugnisse und Zertifikate am Ende eines Halbjahres. Außerdem konnte die Flüchtlingshilfe Gießen Ost den Geflüchteten einen Ausflug in den Hessenpark ermöglichen.

Getragen wird die Flüchtlingshilfe Gießen Ost von drei Kirchengemeinden: Ev. Andreasgemeinde, Ev. Luthergemeinde und Kath. St. Thomas Morus Gemeinde.

Hallo-Welt-Bücher lagern in der Volksbank Mittelhessen

Die Hallo-Welt-Stiftung lagert ab sofort ihre neu gedruckte Bücher bei der Volksbank Mittelhessen in Wetzlar. V. l: Elvira Seipp-Stratford, Dr. Frank Wagner, Mario Weber, Herr Schmidt, Dr. Susanne Gastmann, Klaus Arnold

Am 29.08.2019 wurde es in den Räumen der Volksbank Mittelhessen in Wetzlar richtig familiär. Hans-Heinrich Bernhardt, Vorstand der Volksbank Mittelhessen, Klaus Arnold, Direktor der Volksbank Mittelhessen und Vorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, und Dr. Susanne Schneider, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Mittelhessen, überreichen Dr. Frank Wagner, Initiator des Angebotes „Hallo Welt – Familien begleiten“ und Vorsitzender der Partnerstiftung Hallo Welt, die den Druck der dritten Auflage des Buches finanziert, einen Schlüssel für Räumlichkeiten in der Wetzlarer Volksbank, zur kostenfreien Lagerung von 2500 Familien-Begleitbüchern.

Hier wird gelebtes Miteinander, Verlässlichkeit und Respekt vor guter Arbeit deutlich: Die Volksbank Mittelhessen und Bürgerstiftung Mittelhessen sind von Anfang an wichtige Unterstützer und Wegbereiter des Angebotes „Hallo Welt – Familien begleiten“ gewesen und binden, mit dieser tollen Zusage von Lagerräumlichkeiten für die dritte Auflage des Familien-Begleitbuches, noch einmal das schon fest geschmiedete Band fester an. In fundierter Kooperation mit Herrn Bernhardt konnte in der Filiale Wetzlar ein Raum organisiert werden, der die 2500 Exemplare lagern wird. „Das ist ein Riesengeschenk“, betonte Dr. Wagner bei der Schlüsselübergabe und dankte Herrn Bernhardt sehr. Auch Herr Schmidt, vom Gebäudemanagement der Volksbank Mittelhessen wird in Zukunft helfen die Bücher zu verwalten und an Frau Dr. Gastmann von der Koordinationsstelle Hallo Welt bei Bedarf auszuhändigen. Eine großartige und langfristige Zusammenarbeit, die die nächsten Jahre bestimmen wird. Mario Weber, der Geschäftsführer von M+W Druck in Linden, ist besonders stolz, die hohe Anzahl an Büchern wieder fertig gestellt zu haben. Die jahrelange, sehr gelungene Zusammenarbeit seit der ersten Auflage mit Hallo Welt, in der alle Bücher einzeln von Hand gepackt werden, hat wieder Frucht erbracht. Der Druck, das Layout und der Transport wurde von ihm erneut unterstützt und gemanagt. Dr. Wagner bringt es abschließend noch einmal auf den Punkt: „Ich bin sehr dankbar für die besondere kooperative Zusammenarbeit mit der Volksbank Mittelhessen und der Bürgerstiftung Mittelhessen, M+W Druck und allen sonstigen Beteiligten am Angebot Hallo Welt – eine Arbeit für unsere Zukunft, denn unsere Kinder sind das Wichtigste“.

Kurzinfo zum Angebot Hallo Welt – Familien begleiten

Das Angebot richtet sich an alle Familien in Stadt und Landkreis Gießen, die ein Baby bekommen haben. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen (BotschafterInnen) besuchen die Familien zu Hause und schenken Zeit, Lebenserfahrung, ein offenes Ohr und ein Familien-Begleitbuch, das viele Informationen rund um die ersten drei Lebensjahre des Kindes enthält. Sie begleiten kürzer und länger, je nach Bedarf der Eltern und den eigenen Ressourcen. Es ist ein freiwilliges Angebot für alle Eltern in Stadt und Landkreis Gießen.

Träger von „Hallo Welt – Familien begleiten“ ist der Verein Eltern helfen Eltern e.V. in Gießen.

Gefördert wird Hallo Welt durch Stadt und Landkreis Gießen, der Bürgerstiftung Mittelhessen und vielen weiteren Förderern, Spendern und Sponsoren.

Bürgerstiftung Mittelhessen unterstützt Lebensgemeinschaft Bingenheim

Mit der Spende über 4.000 Euro soll die persönliche Entwicklung von jungen Menschen mit Handicap unterstützt werden. (V. l.: Klaus Arnold, Marion Diehl, Susanne Molzahn und Manuel de Roos)

Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, übergab dieser Tage eine Spende in Höhe von 4.000 Euro an die Lebensgemeinschaft Bingenheim. Die in Echzell ansässige Gemeinschaft unterstützt junge Menschen mit Handicap. Im Zentrum der Arbeit steht die individuelle Begleitung des Menschen mit sogenannter „geistiger Behinderung“. Der Fokus liegt dabei ausdrücklich nicht auf Behinderung und Krankheit, sondern auf den persönlichen Entwicklungszielen der Menschen, die begleitet werden.

„Wie kann ich Dir, Mensch, bei Deiner individuellen Entwicklung hilfreich sein?“, bringen es Susanne Molzahn vom Vorstand der Lebensgemeinschaft und Geschäftsführer Manuel de Roos auf den Punkt. Beide freuten sich sichtlich über die Geldzuwendung der Bürgerstiftung Mittelhessen, die im Wesentlichen in die kulturelle Arbeit der Gemeinschaft fließen wird.

Aufmerksam auf dieses herausragende Projekt wurde der Vorstand der Bürgerstiftung durch einen Hinweis von Marion Diehl von der Volksbank Mittelhessen, die die Arbeit der Gemeinschaft, bereits seit vielen Jahren begleitet. Bei näherer Betrachtung war schnell klar, dass das Geld der Bürgerstiftung hier gute Verwendung findet und so führte Arnold einen einstimmigen Vorstandsbeschluss herbei.

Die in Gießen ansässige Stiftung fördert seit 2004 gesellschaftliche Projekte und Initiativen in Mittelhessen. Unter ihrem Dach agieren sieben Partnerstiftungen, wie die bekannte Hallo-Welt-Stiftung sowie der Stiftungsfond Gießener Herz, der sich der Prävention von Herz und Kreislaufkrankheiten verschrieben hat.

Nähere Infos zur Lebensgemeinschaft Bingenheim unter www.lb-bingenheim.de

Eine Bereicherung für den Bismarckturm: Neue Hinweistafeln erleichtern die Orientierung

Die Sponsoren und Firmenvertreter weihen die neuen Hinweistafeln auf der Aussichtsplattform der Bismarckturms ein. (Foto: Weil)

Ausflügler, die vom Bismarckturm auf dem Taufstein die gute Aussicht über den Vogelsberg und weit hinaus in die Region genießen wollten, hatten das immer wieder moniert: „Wo ist denn der Taunus, wo ist die Rhön, wo sind Spessart, Odenwald oder der Thüringer Wald?“. Hinweise darauf fehlten bisher auf der Aussichtsplattform in 800 Metern Höhe, ganz oben auf dem Taufstein der höchsten Erhebung des Vogelsberges.

Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde die Idee geboren, mit fest installierten Hinweistafeln künftig die Besucher des Turmes besser zu informieren. Der Naturpark Hoher Vogelsberg fand in der Vogelsbergstiftung für Kultur und Natur und deren Partnerorganisation, der Bürgerstiftung Mittelhessen, die von der Volksbank Gießen unterstützt wird, geeignete Mitstreiter für das 6.500 Euro teure Projekt. Für die Finanzierung mit ins Boot kamen noch der Vogelsberger Höhen-Club (VHC), die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsverband Nidda und Umgebung sowie der Geopark Vulkanregion Vogelsberg. Als Einzelsponsoren brachten sich noch VHC-Vorsitzender Jürgen Klein und Claudia Blum, Bürgermeisterin von Homberg und Vorsitzende der Verbandsversammlung des Naturparks Hoher Vogelsberg mit ein. Mit der Ausführung beauftragt wurde das Schlitzer Holz- und Metallbauunternehmen „Milan Art“.

Ein in Messing gefasster Lageplan mit markanten Erhebungen und Städten sowie Kilometerangaben erleichtert zukünftig die Orientierung. (Foto: Weil)

Die Aufgabe, eine geografische Skizze der weitläufigen Region um den Taufstein zu erstellen, sei nicht einfach gewesen, erklärten gestern bei der offiziellen Einweihung des neuen Informationssystems die beiden Firmenvertreter Andreas Schmelzer und David Weiss. Die anfängliche Idee, die gesamten Flächen bis zum Horizont fotografisch zu erfassen, habe sich nicht als machbar erwiesen, da oftmals sehr viel Dunst und Nebel die Sicht versperrten. „Wir haben daher viel mit dem Zeichenbrett gearbeitet und so ein Geländeprofil entwickelt“, erläuterte David Weiss, der in dem Schlitzer Unternehmen für die eher künstlerisch inspirierte Aufgaben zuständig ist.

Gefertigt wurden die Hinweistafeln schließlich aus verzinkten Stahlplatten. Erhaben darauf wurden in Reliefform die umgebenden Landschaften nach den Zeichenvorlagen in Form von entsprechend modulierten und langlebigen Messingplatten aufgebracht. Insgesamt wurden drei Platten gefertigt, die jetzt an drei Seiten des Plattform-Geländer angebracht wurden. Während auf der westlichen und östlichen Seite jeweils die Landschaften in ihrer Struktur nachgebildet sind, ist auf der nördlichen Seite der Aussichtsplattform ein Gesamtlageplan in Kreisform zu sehen. Hier sind die umgebenden Mittelgebirge, die höchsten Erhebungen und wichtige Städte auf einer Messingplatte eingetragen. Dazu in Ringform die Kilometerangaben von 20 bis 100 Kilometern vom Taufstein als Mittelpunkt bis zu den einzelnen markanten Punkten.

Sehr lobend äußerten sich Naturpark-Geschäftsführer Rolf Frischmuth und Erhard Müth, Gründer der Vogelsbergstiftung, über die „gelungene Umsetzung“ des Projektes. Auch Dr. Jens Mischak, in seiner neuen Funktion als Erster Kreisbeigeordneter zudem Vorsitzender des Zweckverbandes Naturpark Hoher Vogelsberg, zeigte sich sehr angetan: „Die Hinweistafeln zur Orientierung der Besucher sind eine prima Idee. Sie stellen auf jeden Fall eine Bereicherung des Turmes dar.“
Der Bismarckturm wurde in den Jahren von 1906 bis 1910 gebaut. Aufgrund seiner ausgesetzten Lage ist das Mauerwerk gegen die Wettereinflüsse wie Regen, Sonne, Schnee und Frost sehr anfällig. Die letzte große Sanierungsmaßnahme fand 1997 statt. Für die Kosten kommen der VHC, die Stadt Schotten und der Vogelsbergkreis auf. Für die ständige Kontrolle und den laufenden Betrieb ist der Naturpark zuständig.

Kindern ein Vorbild sein: Annika und Lea Jung, Erstplatzierte des EhrenamtPreises 2018

Jung und engagiert: Annika und Lea Jung (v.l.) arbeiten ehrenamtlich für den Kidstreff der Stadtmission Gießen. (Foto: Till Schürmann)

Kindern ein Vorbild sein und teilen, was man liebt – für die Gießener Stadtmission gibt es kaum jemanden der diese Werte besser verkörpert als Annika und Lea Jung aus Fronhausen-Bellnhausen. Die Zwillinge engagieren sich seit über einem Jahr ehrenamtlich im Kidstreff der Stadtmission und betreuen dabei Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Dabei sind sie wie große Schwestern: Sie spielen sie nicht nur mit den Kindern, sondern tauschen sich mit ihnen auch über Erfahrungen und Probleme aus, unternehmen Ausflüge und fördern sie mit kreativen Angeboten.

Hoher Zeitaufwand, aber „es macht jede Woche wieder Spaß“

Die Schülerinnen übernehmen nicht nur die Durchführung sowie die Vor- und Nachbereitung der etwa zweistündigen Treffen eigenständig, sondern auch den umständlichen Heimweg bis nach Fronhausen-Bellnhausen – denn Auto fahren dürfen die 17-Jährigen noch nicht. Dass die beiden neben der Schule soviel Zeit für ein Ehrenamt aufwenden, stört sie nicht, im Gegenteil: „Es macht uns jede Woche wieder Spaß, Zeit mit den Kindern zu verbringen“, erzählt Lea. Was die Jugendlichen dabei antreibt ist „die Liebe, die wir von den Kindern zurückbekommen, wenn sie freudig zum Kidstreff kommen und hemmungslos froh drauf los erzählen.“

Große Verantwortung für ihr Alter

Die Vorstandsmitglieder Jens Ihle, Johannes Haas und Klaus Arnold (hinten, v. l.) mit den Erstplatzierten des EhrenamtPreises 2018, Annika und Lea Jung (v. l.) (Foto: Till Schürmann)

Die Verantwortung, die Annika und Lea übernehmen, geht unserer Meinung nach über das Maß für Jugendliche ihres Alters hinaus. So sind sie sehr gute Vorbilder für die Kinder, denn sie verbiegen sich nicht und bringen ihnen auf spaßige Weise positive Werte bei. Aus diesem Grund haben wir dieses Jahr beide mit jeweils dem ersten Platz des EhrenamtPreises geehrt. Gratulation und vielen Dank für euer Engagement!

EhrenamtPreis für junge Menschen 2018 der Bürgerstiftung Mittelhessen – 55 junge Menschen werden für ihr Engagement geehrt

Strahlende Gesichter: Die Gewinner des EhrenamtPreises für junge Menschen von 2019 freuen sich über eine Urkunde, einen Geldbetrag und ein Müsli-Paket zur Ehrung ihres Engagements (Foto: Till Schuermann)

Am Mittwoch, 10. April 2019, ehrten die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Mittelhessen, Klaus Arnold, Johannes Haas und Jens Ihle gemeinsam mit Geschäftsführerin Dr. Susanne Schneider 55 Preisträgerinnen und Preisträger für ihr kontinuierliches ehrenamtliches Engagement. Die Feierstunde fand im Beisein von mehr als 100 Gästen im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses statt.

In diesem Jahr wurden sogar zwei jungen Frauen mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Es sind die Zwillinge Annika und Lea Jung aus Fronhausen-Bellnhausen. Die beiden engagieren sich mit hohem zeitlichen und engagierten Einsatz Woche für Woche in der Gießener Stadtmission und kümmern sich dort im Rahmen des Kidstreffs um viele Kinder und Jugendliche. Für „ihre“ Kinder sind sie Vorbilder, Ratgeber und Wegweiser ganz nach dem Motto der Stadtmission „Teile, was du liebst!“.

Die Preise der zweiten Kategorie gingen an Nikolas Burk aus Leun, Luana Sommer aus Buseck und Louisa Anna Süß aus Solms. Alle sind sie vielfältig ehrenamtlich aktiv – wie auch die anderen Preisträgerinnen und Preisträger tun sie viel Gutes in der Region Mittelhessen und kommen aus den Landkreisen Gießen, Wetterau, Marburg-Biedenkopf und dem Lahn-Dill-Kreis.
Sie erhielten neben dem Barpreis eine Urkunde und einen Gutschein der Firma Tom&Sallys.

Klaus Arnold, Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerstiftung, dankte allen jungen Menschen dafür, dass sie sich in Vereinen, Kirchen, sozialen Einrichtungen ehrenamtlich und freiwillig engagieren. „In diesem Jahr hat uns besonders die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements beeindruckt: Musik, Tanz, Lebensrettung, politische Arbeit, Kinderbetreuung – nur ein paar Stichworte des bunten Blumenstraußes, aus dem wir auswählen durften. Wir von der Bürgerstiftung sagen jedem einzelnen jungen Menschen ein großes Danke für dieses überwältigende Engagement, das – so hat es einer von Ihnen ausgedrückt – in der Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft Woche für Woche in ganz Mittelhessen durch Sie alle gelebt wird,“ sagte Arnold in seiner Begrüßung.

Die Bürgerstiftung Mittelhessen habe, so Arnold weiter, vor fünf Jahren den EhrenamtPreis für junge Menschen ins Leben gerufen, um auf dieses ehrenamtliche Engagement aufmerksam zu machen – zur Nachahmung für andere junge Menschen und als Ansporn für ehrenamtliches Engagement insgesamt.

Der Preis wird an junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren vergeben, die sich in besonderer Weise oder über eine längere Zeit engagieren und Verantwortung übernehmen. Die Preisträger konnten sich nicht selber nominieren. Aufgerufen waren Bürger, Vereine, Schulen, Gemeinden und andere Einrichtungen, die jungen Menschen für einen EhrenamtPreis vorzuschlagen.
Aus den vorliegenden Bewerbungen hat dann eine Jury Anfang des Jahres die 55 Preisträger ermittelt. Die Preisgelder werden in vier Kategorien vergeben, liegen im Einzelnen zwischen 100 und 1.000 Euro und richten sich nach dem jeweiligen Engagement der jungen Menschen. Dabei wird Initiativen, die aus eigenem Antrieb und ohne Unterstützung oder Anleitung durch einen Verein entstanden sind, eine höhere Priorität eingeräumt. Die Gesamtsumme, die die Bürgerstiftung für diesen EhrenamtPreis einsetzt, liegt in diesem Jahr bei mehr als 11.000 €.

Musikalisch wurde die Ehrung von der Rock-Pop-Jam-Akademie Mittelhessen mitgestaltet. Die mehr als 150 Menschen im Saal lauschten gebannt den emotional berührenden Liedern der Singer-Songwriterin und Multi-Instrumentalistin Tess Wiley, die die Veranstaltung musikalisch bereicherte.

Der EhrenamtPreis für junge Menschen der Bürgerstiftung Mittelhessen geht am 1. November 2019 in die nächste Runde. Dann können wieder bis Ende Januar junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren vorgeschlagen werden, die ehrenamtlich aktiv sind.

Hallo-Welt-Stiftung erhält Spende nach „Advent an der Brandsburg“

Vertreter der großen Gemeinschaftsaktion mit den Spendenempfängern Brita Ratzel (vorne, 2.v.r.), Luke Böhm mit Mutter Nadine (vorne, 2.v.l.), dahinter Friederike Stibane. (Foto: EHE)

Die Erlöse der Benefizveranstaltung „Advent an der Brandsburg“ über 3.484 Euro wurden am vergangenen Mittwoch an die drei Spendenempfänger übergeben. Mit dabei: Der Verein „Eltern helfen Eltern“ mit ihrer „Hallo-Welt-Stiftung“.

Im Rahmen dieser Stiftung wurden zwei Damen aus Alten-Buseck als Botschafterinnen ausgebildet. Laut Geschäftsführerin Brita Ratzel werden die Damen ab Mai dieses Jahres ein „Hallo-Welt-Café“ leiten, in welchem Eltern mit ihren Babys im Alter von bis zu einem Jahr miteinander ins Gespräch kommen sollen. So ein Café wäre das erste im Landkreis Gießen. Bereits ab dem 21. März stehen weitere Termine zur Schulung von neuen Botschaftern und Botschafterinnen an. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Die Erlöse von 3.484 Euro wurden zu drei gleichmäßigen Spenden von je 1.161 Euro pro Empfänger aufgeteilt. Zu den weiteren Empfängern zählt Friederike Sibane. Dank ihres Projektes „Soforthilfe nach Vergewaltigung“ erhalten Frauen Beratung, medizinische, psychische und finanzielle Unterstützung. Bedacht wurde auch der kleine Luke Böhm aus Trohe, der an der seltenen Krankheit Progerie erkrankt ist.

Der „Advent an der Brandsburg“ fand am 8. Dezember 2018 statt. Verschiedene Ortsvereine in Alten-Buseck schlossen sich zusammen, um mit einem Weihnachtsmarkt die Spenden zu sammeln.

Lindemann-Muko-Stiftung unterstützt junge Patientin

3000 Euro steuert die Stiftung für ein Kinderzimmer bei. (Foto: Schepp, Giessener Allgemeine)
3000 Euro steuert die Stiftung für ein Kinderzimmer bei. (Foto: Schepp, Giessener Allgemeine)

Die Lindemann-Muko-Stiftung, einer Partnerstiftung der Bürgerstiftung Mittelhessen, unterstützt die achtjährige Muko-Patientin Cassandra Müller (vorn) und ihre Familie mit 3000 Euro für den Umbau ihres Kinderzimmers. Die Familie lebt in beengten Verhältnissen, sie schläft im Wohnzimmer und wünscht sich sehr ein eigenes Zimmer, wozu auch die Ärzte dringend raten, damit sie in Ruhe mehrmals täglich ihre aufwendige Atemtherapie machen kann und niemanden stört, wenn sie hustet. Ihr Vater Lars Müller (4.v.l.) wird die notwendigen Umbauten zum Teil selbst vornehmen. Den Scheck überreichten Renate Lindemann (2.v.r.) und Hermann Lindemann (r.) von der Stiftung, zusammen mit Geschäftsführerin Susanne Schneider (3.v.l.). Mit auf dem Foto sind Barbara Munkwitz (Familienberatung, 2.v.l.) und Ärztin Azdadeh Bagheri (l.).

Quelle: Artikel  der Giessener Allgemeinen von O.Schepp am 12.12.2018

Großzügige Spende der Bürgerstiftung Mittelhessen für das Lebenshilfe-Wohnprojekt „Mitleben“

VertreterInnen der Lebenshilfe Gießen und der Bürgerstiftung Mittelhessen freuen sich gemeinsam mit einigen BewohnerInnen des „Mitleben“-Hauses über die nun mögliche Realisierung eines neuen Pavillons.

Über eine großzügige Spende von 10.000 Euro für den Bau eines Pavillons freut sich das Projekt „Mitleben“ der Lebenshilfe Gießen. Bedacht wurde die innovative und inklusive Wohnform in der Fröbelstraße, bei der Menschen mit und ohne Behinderung in elf Wohnungen unter einem Dach leben, von der Bürgerstiftung Mittelhessen, die einen Scheck durch ihre Vorstandsmitglieder Klaus Arnold, Ina Weller sowie Johannes Haas überreichen ließ.

„Es bestand leider das Problem, dass wir keinen Raum hatten, in dem das ganze Haus auch bei schlechtem Wetter zusammenkommen konnte. Da hat einfach noch was gefehlt“, erläuterte Lebenshilfe-Teilhabemanager David Schwarzer, der für das Projekt zuständig ist und das hausinterne Betreuerteam leitet, am Rande der feierlichen Scheckübergabe die Grundproblematik. „So entstand die Idee eines Pavillons für unsere Gartenfläche. Er kann im Sommer unter anderem als Schattenspender dienen, aber vor allem im Winter beheizt und vielseitig genutzt werden. Nicht nur für spezielle Veranstaltungen, sondern auch grundsätzlich als Gemeinschaftsraum der Hausbewohner“, so Schwarzer weiter.

Die Zuwendung durch die Bürgerstiftung Mittelhessen ermöglicht es der Lebenshilfe nunmehr, die Idee des Pavillons in die Realität umzusetzen. „Ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich für die großzügige Spende bedanken. Wir werden uns zusammensetzen und auch die Nachbarn miteinbeziehen, um zu schauen wie wir die Sache nun bestmöglich umsetzen können“, richtete David Schwarzer seinen Dank an die drei VertreterInnen der Bürgerstiftung Mittelhessen. Auch Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald sowie die Lebenshilfe-Aufsichtsratsvorsitzende Maren Müller-Erichsen schlossen sich den Dankesworten an.

Klaus Arnold, Vorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, begründete die Spendenbereitschaft mit der Besonderheit und Wichtigkeit des Lebenshilfe-Wohnprojekts: „Wir wollten da wirklich mal ein großes Signal setzen, weil das hier aus unserer Sicht einfach wegweisend ist. Vielleicht kann man ja statt zu bedauern, dass es hier noch keinen solchen Raum gibt, sagen: Zum Glück gibt es diesen Raum noch nicht! Schließlich hätten wir sonst gar nicht so direkt mitbekommen, was Sie hier machen.“

Die Bürgerstiftung Mittelhessen wurde 2004 auf Initiative der Volksbank Mittelhessen gemeinsam mit 37 Bürgern aus der Region für Mittelhessen gegründet. Im Rahmen ihres Satzungszwecks will sie gesellschaftliche Vorhaben fördern, die im Interesse der Region und ihrer Bürger liegen, soweit öffentliche Mittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Weitere Angaben finden Sie auf www.bstmh.de.

Auch Infos zu inklusiven Wohnformen bei der Lebenshilfe Gießen erhalten Interessierte im Internet auf www.lebenshilfe-giessen.de. Als Ansprechpartner steht Ihnen Klaus Bergner zur Verfügung (Telefon: 06404/909980-20).