„Wertvolle Arbeit unterstützen“

Bürgerstiftung Mittelhessen ruft zu Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine auf – „Altbekannte Organisationen gehen ein bisschen unter“ – Jahresprogramm vorgestellt.

Spenden sammen und an die Richtigen verteilen. Hier: Ehrenamtspreis für junge Menschen.

Die Bürgerstiftung Mittelhessen ruft zu Spenden auf, um mit den Geldern Flüchtlinge aus der Ukraine mit Lebensmitteln und Materialien zu unterstützen. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für Menschen aus der Ukraine sei groß, erklärt Klaus Arnold, der Vorsitzende der Bürgerstiftung. „Viele Initiativen der Region aber, die seit Jahren wertvolle Arbeit leisten, spüren plötzlich: Es wird bei den Spendeneinnahmen weniger. Die altbekannten Organisationen gehen ein bisschen unter.“ Vor allem diesen Initiativen wolle man unter die Arme greifen. Als Beispiel nennt Klaus Arnold die heimischen Tafeln.

Explodierende Energiekosten, Lieferengpässe, eine steigende Nachfrage und eine rückläufige Spendenbereitschaft für diese Initiativen haben zu existenziellen Problemen geführt. „Die Situation bei den Tafeln ist so angespannt wie noch nie“, hat der Vorsitzende des Bundesverbands Tafel Deutschland, Jochen Brühl, vor wenigen Tagen erklärt. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer seien „teilweise pausenlos im Einsatz“ und erleben es als belastend, „wenn sie Menschen nicht helfen können, weil keine Lebensmittel mehr da sind zum Weitergeben.“

Vor diesem Hintergrund wolle man Spenden für Projekte und Einrichtungen wie die Tafeln in Mittelhessen sammeln, sagt Arnold. Die Bürgerstiftung will die Spenden mit eigenen Mitteln aufstocken und stellt einen Sockelbetrag in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung. „Diejenigen, die schon die ganze Zeit großartige Arbeit leisten, sollen weiterhin die notwendigen Mittel erhalten, mit denen sie Gutes tun“, erklärt der Vorsitzende der Bürgerstiftung Mittelhessen.

Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen
Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen

Die Bürgerstiftung will in diesem Zusammenhang als Mittler dienen, vor dem Hintergrund der Verwurzelung in Mittelhessen und zahlreicher Kontakte mit wohltätigen Organisationen in Mittelhessen. „Wir haben langjährige Erfahrungen und wissen, wo das Geld gebraucht, wird“, sagt der Vorsitzende. „Gerne übernehmen wir die Rolle des Mittlers von Spenden und weiteren Hilfen für die wohltätigen Organisationen in unserer Region.“

Die Bürgerstiftung hofft auf Spenden an das Konto mit dem Stichwort „Flüchtlinge“, IBAN: DE09 5139 0000 0005 4838 08 (BIC: VBMHDE5F, Volksbank Mittelhessen).

Aus dem Antrieb Gutes zu tun, unterstütze man auch Menschen und Gruppen, die unter dem Dach der Bürgerstiftung Mittelhessen selbst eine Stiftung gründen wollen. „Wenn Bürger in der Region eine Stiftung ins Leben rufen wollen, sind wir der erste Ansprechpartner“, sagt Klaus. Im vergangenen Jahr habe man so die Gründung von drei weiteren Stiftungsfonds begleitet: „bürgerLich“, die Inge-Krämer-Stiftung und die Licher LiteraturPreis-Stiftung. Insgesamt zählen inzwischen 13 Partnerstiftungen bzw. Stiftungsfonds zur Familie der Bürgerstiftung Mittelhessen. Das ist immer eine Bindung für die Ewigkeit“, betont Arnold. Dazu gehören unter anderem die „Lindemann-MUKO-Stiftung“ die Kinder in der schwierigen Situation der aufwändigen MUKO-Therapie hilft, sowie die Partnerstiftung „Hallo Welt“, die junge Eltern und ihre Neugeborenen mit Familienbegleitbüchern unterstützt. Partner sind außerdem die Stiftung Gießener Herz, die Werner-Schiffner-Stiftung, die Vogelsbergstiftung für Kultur und Natur, die Langsdorfer Stiftung, die Harald Straßheim-Stiftung, die Reichardt-Stiftung und die Dr. Ulla Türck-Frühauf Stiftung.

Die Bürgerstiftung Mittelhessen verleiht außerdem den Ehrenamtspreis für junge Menschen, der in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum feiert.  „Viele sagen, junge Leute tun nichts für die Gesellschaft“, sagt Arnold. „Das stimmt aber nicht, ihr Engagement wird nur viel zu wenig gesehen.“ Ziel des Preises sei, auf den ehrenamtlichen Einsatz junger Menschen aufmerksam machen – und zur Nachahmung anzuregen. Die Bürgerstiftung verleiht die Preise am 28. Juni im Volksbank-Forum in Gießen. „60 Bewerbungen sind eingegangen, das ist ein Rekord“, berichtet der Vorsitzende der Stiftung.

In der Corona-Krise hat die Bürgerstiftung auf eine Übergabe der Ehrenamtspreise im Rahmen einer großen Veranstaltung verzichtet. Es gab lediglich eine Verleihung der Preise an die Erstplatzierten, im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung digital ausgetragen. „Wir hoffen, dass es diesmal als Präsenzveranstaltung funktioniert“, sagt Arnold. Denn in erster Linie gehe es um Wertschätzung. „Wir wollen uns bei den jungen Leuten für ihr Engagement persönlich bedanken.“

Die Bürgerstiftung Mittelhessen wurde 2004 auf Initiative der Volksbank Mittelhessen gemeinsam mit 34 Bürgern aus der Region für Mittelhessen gegründet. Im Rahmen ihres Satzungszwecks will sie gesellschaftliche Vorhaben fördern, die im Interesse der Region und ihrer Bürger liegen, soweit öffentliche Mittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Die Bürgerstiftung Mittelhessen ist selbständig und unabhängig, Das anfängliche Stiftungskapital von 383.000 Euro ist auf inzwischen rund 2,5 Millionen Euro angewachsen.

Bürgerstiftung Mittelhessen über die Inge Krämer-Stiftung aktiv

Klaus Arnold (Bürgerstiftung Mittelhessen) und Peter Krämer (Inge-Krämer-Stiftung) bei der Scheckübergabe. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Eine weitere Spende von Peter Krämer zu Gunsten der Bürgerstiftung ermöglicht gleich zu Jahresbeginn die Unterstützung von sechs Vereinen in ihrem Wirken.

Anlässlich des ersten Todestages der Steinbacher Geschäftsfrau Inge Krämer am 4. Januar 2022 hat sich ihr Sohn Peter an die Bürgerstiftung Mittelhessen gewandt. Unter deren Dach hat er im Sommer 2021 die Inge Krämer-Stiftung ins Leben gerufen, um das wohltätige Wirken seiner Mutter fortzuführen. Jetzt möchte er über die Bürgerstiftung Mittelhessen 1.200 Euro an Einrichtungen verteilen, die Inge Krämer am Herz gelegen haben: „Durch Ihre Tätigkeit beim Seniorentreff in Steinbach hat meine Mutter die wichtige Arbeit verschiedener Organisationen im Kreis Gießen kennengelernt, die sie gerne unterstützen wollte. Auch im Dorf hat sie regelmäßig gespendet. Mit meinen Spenden handele ich also ganz in ihrem Sinne,“ so Krämer.

Jeweils 200 Euro gehen an die Turn- und Sportgemeinde 1905 Steinbach, den Förderverein Fernwald der Diakoniestation Fernwald-Pohlheim, die Telefonseelsorge Gießen-Wetzlar, sowie den Weißen Ring, die Tafel und die Lebenshilfe in Gießen.

Peter Krämer erklärt: „Nach dem Tod meiner Mutter habe ich sehr viel Unterstützung aus dem Dorf erfahren, darunter auch Geld, das den Beileidskarten beigelegt wurde. Es ist dieses Geld, welches ich jetzt weitergebe. Aus der Trauer heraus ergibt sich auf diese Weise etwas Gutes.“

Die Spenden, die in den letzten sechs Monaten bei der Inge Krämer-Stiftung eingegangen sind, sollen im Frühjahr an kirchliche sowie Hospiz- und Palliativeinrichtungen und an Organisationen im Bereich Unfallhilfe verteilt werden.

Licher Literaturpreis gestiftet

Von links: Klaus Arnold, Günter und Vilma Kämpf und Johannes Haas. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Das ohnehin schon vielfältige Kulturleben in Lich wird um eine Attraktion reicher: Das Verlegerpaar Günter und Vilma Kämpf hat im Rahmen der Bürgerstiftung Mittelhessen einen Stiftungsfonds zur Literaturförderung ins Leben gerufen. Die Bürgerstiftung Mittelhessen unterstützt in der Region Mittelhessen bereits seit 2004 gemeinnützige Projekte. Zu ihrer Aufgabe gehört es auch, Bürgern die Errichtung von Partnerstiftungen zu ermöglichen

Ziel des neuen Stiftungsfonds ist, einmal jährlich in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Stadtbibliothek den Licher Literaturpreis an eine deutschsprachige Autorin bzw. einen deutschsprachigen Autor zu verleihen, die/der mit einem Werk oder einer Werkphase einen besonderen Beitrag zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur geleistet hat. Mit der ersten Verleihung ist 2022 zu rechnen. Sie soll mit einer öffentlichen Lesung der/des Ausgezeichneten in Lich verbunden werden. Das Preisgeld wird zunächst 7.000 Euro betragen.

Die Stifter haben in ihrer aktiven Zeit als Verleger des lange in Gießen ansässigen Anabas-Verlags u.a. mit Autoren wie dem Prosa- und Hörspiel-Autor Ror Wolf (1932-2020), dem experimentellen Lyriker und Schriftsteller Ernst Jandl (1925-2000) und dem Frankfurter Dichter Paulus Böhmer (1936-2018) zusammengearbeitet. Daneben haben sie auch etliche Werke der Dadaisten Raoul Hausmann, Richard Huelsenbeck und Kurt Schwitters veröffentlicht. Sie waren außerdem freundschaftlich verbunden mit dem in Staufenberg aufgewachsenen Schriftsteller Peter Kurzeck (1943-2014). Da wundert es nicht, dass ihnen sprachliche Originalität, Experimentierfreude und Modernität im Werk der Preisträger wichtig sind. Sie möchten so dem Licher Literaturpreis einen spezifischen Charakter und überregionale Bedeutung geben.

Bei allen organisatorischen Tätigkeiten, die mit dem Licher Literaturpreis in Zusammenhang stehen, werden die beiden Stifter unterstützt durch Mitglieder des Fördervereins Bibliothek Lich. Dies gilt vor allem für die Anbindung an das kulturelle Leben der Stadt und für die Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus werden die Stifter gemeinsam mit dem Förderverein und evtl. in Zusammenarbeit mit einem Beirat oder einer Jury über die Preisvergabe entscheiden.

Vilma und Günter Kämpf haben annähernd zwanzig Jahre in Südfrankreich gelebt und gearbeitet und wohnen seit ihrer Rückkehr nach Deutschland 2015 in Lich.

Klaus Arnold, der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Mittelhessen, sieht in dem neuen Stiftungsfonds ein weiteres Aushängeschild für unsere Region. „Literatur eröffnet dem Leser neue Welten und spielt eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft“, so Arnold.

Er wirbt dafür, den Stiftungsfonds nun mit weiterem Kapital auszustatten. Bürger, die sich für die zeitgenössische Literatur und deren Präsenz in Lich engagieren wollen, können eine Spende mit dem Vermerk „Licher Literaturpreis“ an den Stiftungsfonds überweisen. Die IBAN lautet: DE71 5139 0000 0105 4838 72

Der Ehrenamtspreis für junge Menschen 2021 ist gestartet!

Buergerstiftung-Mittelhessen Ehrenamtspreis

Viele junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich und freiwillig in Vereinen, Kirchen und sozialen Einrichtungen. Sie setzen sich ganz selbstverständlich ein für Menschen und Tiere, für Natur und Umwelt, für sozial Benachteiligte – und das häufig auch im Verborgenen. Fällt Ihnen da jemand ein? Dann nominieren Sie ihn für den diesjährigen Ehrenamtspreis!

Dr. Ulrich Peters neu im Vorstand der Bürgerstiftung

Kuratorium beruft neuen Vorstand der Bürgerstiftung

Der neue Vorstand der Bürgerstiftung Mittelhessen (v.r.n.l.): Klaus Arnold, Jens Ihle und Johannes Haas bekommen mit Dr. Ulrich Peters einen Nachfolger für Ina Weller (Mitte).

Die Bürgerstiftung Mittelhessen hat ein neues Vorstandsmitglied: Es ist der 55-jährige Dr. Ulrich Peters, einer der beiden Geschäftsführer der Licher Privatbrauerei. Peters wurde in der Kuratoriumssitzung vom 4. November 2021 in den Vorstand der Stiftung berufen. „Ich lebe nun schon seit 14 Jahren mit meiner Familie in Mittelhessen und habe der Region und den Menschen hier viel zu verdanken. Da wird es Zeit, ein bisschen was zurückzugeben,“ begründet Peters seinen Entschluss, sich zu engagieren. „Die Bürgerstiftung ist mir in den letzten Jahren schon mehrfach aufgefallen, weil sie eben sehr engagiert Projekte aus ganz Mittelhessen unterstützt.“ Horst Rieper, Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung, und Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender, freuten sich beide, dass sie mit Peters einen kompetenten und engagierten neuen Mitstreiter für die gute Sache gefunden haben. „Als ich Ulrich Peters ansprach, ob er nicht Lust darauf hätte, bei uns mitzumachen, hat er recht schnell zugesagt und wird nun unser alljährliches Vorzeigeprojekt „Ehrenamtspreis für junge Menschen“ federführend betreuen. Wir alle vom Vorstand und auch die Kuratoriumsmitglieder sind sicher, dass es bei ihm in den besten Händen ist.“

Erneuter Besuch im Gießener KroKi-Haus

Die Bürgerstiftung Mittelhessen überreicht Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro

Martin Kräske, Dr. Burkhard Brosig, Jens Ihle, Marc Kennerknecht und Julia Rühl bei der Übergabe des Spendenschecks in der Spielecke, die durch eine vorangehende Spende der Bürgerstiftung umgesetzt werden konnte. (Foto: Thomas Wiesner)

Das KroKi-Haus in Gießen durfte am vergangenen Dienstag, dem 5. Oktober, zum wiederholten Male Jens Ihle aus dem Vorstand der Bürgerstiftung Mittelhessen bei sich begrüßen. Marc Kennerknecht als Geschäftsführer des KroKi-Hauses, Prof. Dr. Burkhard Brosig und Martin Kräske vom KroKi-Verein sowie Julia Rühl von der Kinderklinik Gießen haben von Jens Ihle einen Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro überreicht bekommen.

„Wir waren uns schnell einig, dass wir die Arbeit vom KroKi-Haus wieder finanziell unterstützen möchten“, so Ihle. Im Sinne eines Treuhänders verwaltet die Bürgerstiftung Mittelhessen die Zinserträge einer anonymen Spenderin, die möchte, dass diese Gelder zweckgebunden Kindern und Jugendlichen, die einen erschwerten Start ins Leben haben, zugutekommen. Gesagt – getan: Am Dienstag kam es zur Spendenscheck-Übergabe und einer locker-informativen Gesprächsrunde.

Das Kroki-Haus ist eine vollstationäre Einrichtung des Kroki-Vereins und widmet sich unter der Schirmherrschaft von Dr. Lars Witteck Kindern und Jugendlichen, deren chronische Erkrankungen bei unzureichender (familiärer) Betreuung mit schweren Einschränkungen der Gesundheit und Lebensqualität einhergehen. Da leider nicht immer eine angemessene Betreuung im Elternhaus gewährleistet ist und die Erkrankung oft eine Überforderung für die Familie darstellt, benötigen diese Kinder und Jugendlichen nicht nur eine kompetente medizinische Behandlung sondern auch eine gezielte pädagogische, therapeutische und psychosoziale Unterstützung, die ihnen im KroKi-Haus ermöglicht wird. Kennerknecht hat zudem das neue Konzept des KroKi-Trainingswohnens vorgestellt, zu welchem die Baugenehmigungen nun vorliegen. Es soll jungen Erwachsenen bei dem Schritt zum selbstständigen Wohnen und dem Sprung in das Erwachsenenleben helfen. Das Spendengeld soll für die Ausgestaltung dieser neuen Wohnungen genutzt werden.

In Kooperation mit dem KroKi-Verein, der KroKi-Stiftung und der Abteilung Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie der Kinderklinik Gießen existiert eine breite Vernetzung vieler Berufsgruppen und Institutionen, die eine ganzheitliche Betreuung sowie Unterstützung der Rechte und Interessen chronisch erkrankter Kinder vertreten. Auch ein Fachsymposium zum Thema „Managed Care: Jugendhilfe und Gesundheitsfürsorge bei chronisch kranken Kindern: Bedarfe, Defizite, Perspektiven“ ist im kommenden Jahr am 24. und 25. Juni in Gießen geplant.

Inge-Krämer-Stiftung wurde gegründet

Sohn will wohltätige Arbeit der Mutter weiterführen

Klaus Arnold (l.) mit Peter Krämer, der die Wohltätigkeit seiner kürzlich verstorbenen Mutter Inge weiterführen will. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Unter dem Dach der Bürgerstiftung Mittelhessen wurde dieser Tage eine weitere Stiftung gegründet. Mit einem Kapital von 50.000 Euro geht die „Inge-Krämer-Stiftung“ an den Start. Peter Krämer, Inge Krämers Sohn, und Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, sowie sein Vorstandskollege Johannes Haas unterzeichneten nun die entsprechenden Verträge.

Auf diese Weise will Peter Krämer das wohltätige Werk seiner Mutter, die Anfang des Jahres verstarb, fortführen. „Ich habe immer bewundert, wie unermüdlich sich meine Mutter für andere Menschen eingesetzt hat, ob es nun um Beistand in persönlichen Krisen und Notlagen ging, um Kranken- oder Heimbesuche, um Vereinstätigkeit und Spenden – oder auch um die vielen Kuchen und Torten, die von Verwandten und Freunden für Feiern benötigt wurden. Schon als Kind wurde mir klar, daß es bei ihrer beruflichen Tätigkeit als Verkäuferin und Geschäftsfrau in Steinbach nicht ums Geld ging, sondern um den Dienst am Kunden. Nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit hat sie sich dann besonders beim Frauentreff und beim Seniorentreff in Steinbach engagiert,“ erzählt der Sohn.

Zweck der Inge-Krämer-Stiftung ist es, gemeinnützige Einrichtungen in ihrem Geburtsort Steinbach und im ganzen Kreis Gießen zu unterstützen. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Förderung von gemeinnützigen Aktivitäten und Projekten der Kirche (vor allem der Evangelischen Kirchengemeinde Steinbach), von Hospizeinrichtungen und Vereinen zur Förderung von Palliativarbeit (wie sie etwa vom Förderverein Palliativ Pro e. V. in Gießen geleistet wird) und von der Arbeit der Johanniter Unfallhilfe und ähnlicher Organisationen.

„Zustiftungen und Spenden zugunsten der Inge Krämer-Stiftung sind nicht nur möglich, sondern auch ausdrücklich erwünscht,“ betont Krämer. Denn wenn viele mitmachten, würde man noch mehr Gutes tun können. Das Geld kann auf das folgende Konto der Bürgerstiftung Mittelhessen bei der Volksbank Mittelhessen überwiesen werden: IBAN DE93 5139 0000 0105 4838 64.

Spende der Bürgerstiftung Mittelhessen für Mentor – Marburg-Biedenkopf

1.000 Euro an neu gegründeten Marburger Verein übergeben

(V.r.n.l.:) Klaus Arnold (Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen) übergibt die Spende über 1.000 Euro an Inge Maisch (Vorsitzende) und Inge Kachel-Moosdorf (Schatzmeisterin) des Mentor – Die Leselernhelfer Marburg-Biedenkopf e.V. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Mentor – Die Leselernhelfer ist ein bundesweiter Verband, der Grundschulkindern den Zugang zum Lesen vermitteln möchte. Dieser Tage kam es in Marburg zu einer weiteren Vereinsgründung im Rahmen dieses Verbandes. „Mentor – Die Leselernhelfer Marburg-Biedenkopf e.V.“ wurde zum 99. Mitglied. Dies nahm Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, im Rahmen einer kleinen Feierstunde zum Anlass, eine Spende in Höhe von 500 Euro zu überreichen. Arnold zeigte sich vom Konzept der künftigen Vereinsarbeit so begeistert, dass er nach kurzer Rücksprache mit seinen Vorstandskollegen die ursprünglich geplante Spendensumme spontan verdoppelte und auf 1.000 Euro aufstockte.

„Mir wurde heute sehr einleuchtend vor Augen geführt, wie wichtig doch das Lesen lernen für ein erfolgreiches Zusammenleben aller Menschen, ob alt, ob jung, ist. Gerade in der heutigen Zeit, die – wie soll ich es sagen – von Isolation geprägt ist, bedeutet Sprache, bedeutet Lesen Zugang zueinander, aber auch Zugang zu Bildung. Mich freut dabei sehr, dass es mit dieser Vereinsarbeit ermöglicht wird, gerade auch Kinder aus eher bildungsfernen Familien anzusprechen und für Lesen und damit natürlich automatisch auch Wissen zu begeistern“, führt Arnold sichtlich beeindruckt aus.

Bürgerstiftung Mittelhessen gründet Stiftungsfond für Lich

Förderung von Licher Kultur, Denkmal- und Heimatpflege sind Stiftungsziele – Spender werden gesucht

Kulturgüter wie der bekannte Licher Stadtturm sollen mit dem neuen Fonds unterstützt werden.

Zum 1. Juli 2021 hat die Bürgerstiftung Mittelhessen den fünften Stiftungsfond unter ihrem Dach gegründet. Der Name des Fonds ist „BürgerLich“, denn sein erklärtes Ziel ist es, die Kultur, die Denkmal- und Heimatpflege der Stadt Lich zu fördern. Des Weiteren sollen Projekte der Ortsverschönerung unterstützt werden.

Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Mittelhessen, erläutert, wie es zu der Gründung gekommen ist: „Im Frühjahr dieses Jahres habe ich ein Gespräch mit einem engagierten Licher Bürger führen dürfen, dem es eine Herzensangelegenheit ist, seiner Heimatstadt und der hiesigen Region etwas dafür zurückzugeben, dass die Lebensbedingungen hier so erfreulich sind und uns allen dadurch ein angenehmes Leben ermöglicht wird. Und deshalb kamen wir gemeinsam auf die Idee, diesen Fond mit Namen „BürgerLich“ zu gründen. Zu meinem großen Bedauern möchte der Stifter anonym bleiben, so dass wir hier an der Stelle nur Danke sagen können für diese großartige Hilfestellung in der Region Mittelhessen.“

Des Weiteren wirbt Arnold dafür, dass diejenigen, die sich ähnlich für Lich und Umgebung engagieren möchten, gerne eine Spende mit dem Vermerk „BürgerLich“ an diesen Stiftungsfond richten können; die IBAN lautet DE18 5139 0000 0105 4838 56. „Die Gelder des Fonds“, so Arnold weiter, „sollen dann zum Beispiel an Projekte im Bereich der Kultur und der Freizeit in der Stadt Lich gehen. Auch das Licher Waldschwimmbad soll hiermit bedacht werden. Gerne unterstützen wir damit auch die Verbesserung des Licher Rad- und Spazierwegenetz sowie der Pflege von Baudenkmälern. Wir denken dabei an nahezu alles, was das Leben in Lich eben lebenswert macht.“

EhrenamtPreis für junge Menschen 2020 vergeben

Preise im Wert von 2.750 Euro unterstützen die Gewinner:innen

Die Bürgerstiftung Mittelhessen lobt alljährlich einen Preis aus, den EhrenamtPreis für junge Menschen. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement junger Menschen öffentlich zu würdigen. Hier kann jeder Vorschläge einreichen, die dann von einer Jury für die Auszeichnung empfohlen werden. Dieser Tage zeichnete die Bürgerstiftung die vier Gewinner aus.

Lucie Gruber auf Platz 1

Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen (l.) übergibt das den Preis an die Preisträgerin Lucie Gruber (r.), in der Mitte ihre Schwester. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Der erste Platz ging nach Wettenberg: Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Mittelhessen, Klaus Arnold, zeichnete Lucie Gruber als Ehrenamtpreisträgerin für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement aus. Dotiert ist der erste Platz mit 1.000 Euro. Die Wettenbergerin war über alle Maßen erfreut, dass sie in dieser Form bedacht wurde. „Erst einmal möchte ich dem Schulleiter der Gießener Ostschule danken, denn er hat mich für diesen Preis vorgeschlagen. Und dann möchte ich der Bürgerstiftung Mittelhessen danke schön sagen, dass sie mein Engagement derart gut finden und mit immerhin 1.000 Euro bedenken,“ zeigte sich die junge Frau erfreut. „Gerade jetzt können wir das Geld so gut gebrauchen, denn meine Schwester und ich haben in unserer Zeit im Flüchtlingslager auf Lesbos echte Freunde gefunden, die wir nach wie vor unterstützen wollen. Hier ist das Preisgeld der Bürgerstiftung bestens angelegt“, ist sie sich sicher.

Den Preis erhielt sie vor allem, weil sie sich im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihrer Schwester Lara dafür entschied, auf das Leid der Menschen, die nicht das Glück haben in Deutschland anzukommen, aufmerksam zu machen. Im September 2020 riefen beide eine Spendenaktion für das Flüchtlingslager auf Lesbos ins Leben. Hierdurch sollte ein Hilfskonvoi finanziert werden.

„Nie im Leben hätten wir mit einem solchen Erfolg gerechnet. Wir konnten zusammen mit anderen drei Transporter mit Hilfsgütern beladen und uns dann dorthin auf die Reise machen“, schildert Gruber weiter, „was wir dort erlebt haben, die Not der Menschen, aber auch die tiefe Dankbarkeit hat uns nun angespornt, mit unserem Engagement nicht aufzuhören, sondern immer weiter zu machen.“

Klaus Arnold zeigte sich anlässlich der Überreichung der Urkunde des EhrenamtPreises sehr beeindruckt vom enormen Einsatz der beiden jungen Frauen. „Mir hat es schon im vergangenen Jahr, als ich die ersten Zeitungsberichte über Ihr Engagement gelesen habe, die Sprache verschlagen, so tief beeindruckt war ich, was sie beide zusammen mit Ihren Bekannten und Freunden hier auf die Beine gestellt haben. Genau solche jungen Menschen braucht es in diesen Zeiten. Dieser Preis soll Ihnen nun auch Ansporn sein, ihr ehrenamtliches Engagement weiterzuführen.“ Dies sei wesentliches Ziel des jährlich stattfindenden Wettbewerbes EhrenamtPreis für junge Menschen der Bürgerstiftung Mittelhessen. „Junge Menschen sollen hiermit motiviert werden weiter zu machen in ihrem gesellschaftlichen Engagement, denn ohne dieses – ohne die vielen Ehrenamtlichen in unserem Land – sähe unser Alltag schon sehr viel anders aus,“ ist sich Arnold sicher.   

Tausendsassa mit Engagement und großem Herz

Horst Rieper, Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen (r.) übergibt das Preisgeld an Lioba Schmukat (2. v. l.), umrahmt von ihren Eltern. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Den mit 750 Euro dotierten zweiten Platz erhielt Lioba Schmukat aus Butzbach. Der Kuratoriumsvorsitzende der Bürgerstiftung Mittelhessen, Horst Rieper, zeichnete sie für ihr vielfältiges, ehrenamtliches Engagement aus. „Sie sind ja ein Tausendsassa“, stellte Rieper anlässlich der Verleihung fest, „ich war sehr beeindruckt, als ich Ihre Bewerbung gelesen habe, dass ein einziger Mensch so vielfältig ehrenamtlich aktiv ist.“ Die Liste der Engagements von Schmukat ist in der Tat recht umfangreich: sie engagiert sich im Turnverein TSV Butzbach e.V., wo sie seit ihrem zweiten Lebensjahr Mitglied ist. Hier wirkt Schmukat nicht nur als Übungsleiterin einer Kindergruppe und einer Eltern-Kind-Gruppe, sondern auch bei zahlreichen Veranstaltungen, sei es Fasching, sei es ein Vereinsjubiläum, entscheidend mit. Neben dem Sport und der Organisationsunterstützung schaffte sie es, ein Team auf die Beine zu stellen, das gemeinsam mit ihr an einem einzigen Wochenende das umfangreiche Vereinsarchiv auf Vordermann brachte. Eine Arbeit, um die sich keiner gerissen hat, wie in der Bewerbung zu lesen war.

Die Freiwillige Feuerwehr des Butzbacher Stadtteiles Bodenrod profitiert ebenfalls sehr von Schmukats enormen Einsatzwillen, sei es bei Feuerwehrübungen, beim Einsatz oder auch bei Feierlichkeiten.

„Die Jury des EhrenamtPreises und natürlich auch ich sind von Ihrem Engagement sehr beeindruckt. Am meisten freut es uns, dass Sie sich nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Johann-Peter-Schäfer Schule, einer Blindenschule in Friedberg, weiterhin im sozialen Bereich engagieren. Denn Sie fahren mehrmals im Monat von Ihrem Wohnort bis nach Darmstadt, um hier eine Familie mit einem Jungen mit Handicap zu unterstützen und ihnen den Alltag zu erleichtern. Das finden wir von der Bürgerstiftung so toll, dass wir Sie mit dem zweiten Platz, der mit 750 Euro dotiert ist, auszeichnen wollen,“ erläutert Rieper und ergänzt, „ natürlich hoffen wir damit, dass Sie auch in Zukunft nicht nachlassen und Ihr vielfältiges, überaus engagiertes Leben so fortführen.“

Schmukat freute sich sehr über  die Auszeichnung und die in Corona Zeiten gelungene Preisverleihung unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein in Butzbach und ergänzte, dass sie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement der Gesellschaft und den Menschen etwas zurückgeben wolle.

Marburgerin leistet Freiwilligendienst in Bolivien

Joachim Mohr, Kuratoriumsmitglied der Bürgerstiftung Mittelhessen (r.) übergibt den Preis an Lea Wüstefeld. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

In der dritten Kategorie wurde unter anderem Lea Wüstefeld aus Marburg von Kuratoriumsmitglied Joachim Mohr ausgezeichnet. Wüstefeld erhielt neben einer entsprechenden Urkunde auch das Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Mohr, der auch Mitglied in der Jury war, zeigte sich sehr angetan vom vielfältigen Engagement der jungen Frau. „Es ist sehr selten, dass wir junge Menschen dabei haben, die in so vielen verschiedenen Vereinen und Institutionen engagiert tätig sind. Hier sind es die Pfadfinder, die katholische Kirchengemeinde, der Sportverein und auch die Flüchtlingsarbeit, die von dem überragenden Engagement profitieren,“ zählte Mohr die Liste der vielen Aktivitäten von Wüstefeld auf und ergänzt, „Am meisten aber waren wir von Ihrem einjährigen Aufenthalt in Bolivien beeindruckt, wo sie nach Ihrem Abitur einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Rahmen des „weltwärts“-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tatkräftig geleistet haben.“

Wüstefeld zeigte sich hoch erfreut und betonte, dass sie auch künftig ihr vielfältiges Engagement weiterbetreiben wolle, denn man gäbe so viel zurück, wenn man anderen Menschen auf diese Weise helfen kann.    

Auch zwei Gewinnende aus Buseck geehrt

Vorne mit Scheck Svenja Koch und Julian Stange (v.l.), hinten links Stefan Becker, Kuratoriumsmitglied der Bürgerstiftung Mittelhessen und hinten rechts Dirk Haas, Bürgermeister der Gemeinde Buseck. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Stefan Becker, Kuratoriumsmitglied Stiftung, war dieser Tage voll des Lobes über das ehrenamtliche Engagement zweier junger Menschen aus Buseck. Über je 500 Euro durften sich die neunzehnjährige Svenja Koch und der siebzehnjährige Julian Stange freuen. „Wenn zwei junge Menschen sich in dieser vielfältigen Art und Weise wie Sie beide ehrenamtlich engagieren, dann muss das belohnt werden,“ betonte Becker, der selbst als Mitglied der Jury des EhrenamtPreises für junge Menschen fungierte, „während unserer Jurysitzung waren wir regelrecht verblüfft, was Sie beide so ganz nebenbei noch alles für unsere Gesellschaft tun. Hut ab!“

Koch wurde von Nora Schmidt, einer Angestellten der Busecker Verwaltung für die Auszeichnung der Bürgerstiftung vorgeschlagen. Sie beschrieb umfassend, was Koch im Ehrenamt in Institutionen, Vereinen und Gemeindeinitiativen über teilweise viele Jahre hinweg leistet. Von diesem Einsatz profitieren neben der Freiwilligen Feuerwehr, wo Koch seit 2010 Mitglied ist, und dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V., Stamm Wikinger, in Buseck-Beuern auch die evangelische Kirchengemeinde Alten-Buseck/Trohe. „Auch wir von der Gemeinde Buseck sind sehr dankbar für Svenja Kochs Engagement, denn sie hilft uns bei den Busecker Ferienspielen und ist seit 2019 Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirates unserer Gemeinde,“ ergänzt Dirk Haas, Bürgermeister von Buseck, die lange Liste der Aktivitäten und erläutert weiter, „seit Anfang 2020 ist die Gemeinde Buseck Teil des DABEI SEIN – in den Gießener Lahntälern. „DABEISEIN“ ist eine „Partnerschaft für Demokratie“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“. Dort arbeiten rund 15 junge Erwachsene in einem Jugendforum (Jufo); auch Svenja ist seit Januar 2020 dabei. Ziel ist es u.a. Kindern und Jugendlichen eine wirksame Stimme gegenüber der Kommunalpolitik zu verleihen. Sie werden animiert eigene Projekte anzuschieben und umzusetzen, sich Gedanken über Umwelt und Nachhaltigkeit zu machen und z. B. über eine Verbesserung des ÖPNV nachzudenken. Svenja Koch hilft also ganz aktiv Zukunft zu gestalten. Hierfür sind wir ihr sehr dankbar, ist es doch für unsere Gesellschaft außerordentlich wichtig, dass wir solche jungen Menschen haben, die politisch gestalten wollen.“

Auch der zweite Geehrte, Julian Stange, zeichnet sich durch vielfältiges Engagement aus. Er ist derzeit Schüler der Gesamtschule Busecker Tal und bringt dort sein Know-How im Bereich IT ein, sodass die gesamte Schulgemeinde seit Jahren davon profitiert. Als technischer Moderator unterstützt Stange sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerschaft und die Verwaltung bei der IT-Nutzung. Zusätzlich ließ er sich noch zum „Digitalen Helden“ ausbilden. Stange ist als digitaler Streitschlichter insbesondere bei jüngeren Schülerinnen und Schülern aktiv und erläutert ihnen den Umgang mit persönlichen Daten im Internet und in den sozialen Netzwerken. Als Mitglied des schulischen Eventmanagerteams sorgt er für die technische Ausstattung vielfältiger schulischer Veranstaltungen. Zeitlich geht besonders dieses Engagement weit über den Schulalltag hinaus, denn viele Events finden außerhalb der Schulzeit nachmittags, abends oder am Wochenende statt.

In seiner Bewerbung heißt es außerdem: „In ganz besonderem Ausmaß profitiert die ganze Schulgemeinde von seiner Arbeit für den Schulserver IServ, der zur Organisation und Kommunikation im pädagogischen Bereich genutzt wird. Besonders in Zeiten von Corona ist dies von immenser Wichtigkeit. Hier programmierte Julian Tools zur Gruppenlistenerstellung, Stundenplan-Widgets und Linux-Konsolen-Tools. Besonders hilfreich für den Schulalltag ist seine Entwicklung des Essensmoduls in IServ, über das sich die Schüler zum Schul-Essen anmelden können und über dieses auch die Abläufe der Essensherstellung und -abrechnung organisiert werden. Alle Module stellte er dem Betreiber von IServ zur Verfügung, sodass diese inzwischen auch von anderen Schulen genutzt werden können. Er findet als Entwickler im IServ-Forum oder nach direkter Anfrage für IT-Beauftragte deutschlandweit Lösungen für Probleme.“

„Auch die Jugendfeuerwehr hat mit Julian einen überaus engagierten jungen Mann in ihren Reihen, der eine Smartphone-App erstellt hat, die als Kommunikationsplattform für die Jugendfeurwehr und Möglichkeit zum Wissenstraining genutzt wird“, hebt Haas das Besondere an Stanges Engagement für hervor und ergänzt, „Sogar andere Jugendfeuerwehren nutzen mittlerweile seine App. Das spricht doch für sich und für unseren Julian und seinen enormen Einsatz.“

Becker überreichte beiden Preisträgern die Urkunden und bedankte sich für deren Engagement im Namen der Bürgerstiftung Mittelhessen herzlich. Becker erläuterte abschließend, dass die Bürgerstiftung Mittelhessen mit diesem EhrenamtPreis junge Menschen auszeichnen wolle, die für das Wohl der Gesellschaft im Ehrenamt Gutes tun. Es sei sehr beeindruckend und gebe Anlass zur Hoffnung, wenn man sehe, wie viele junge Menschen völlig uneigennützig aktiv sind, führt Becker weiter aus.    

Wir bedanken uns bei allen Bewerber:innen für ihr Engagement und gratulieren den Gewinner:innen!