Ein Licher und die Römer

Roland Jockel und die Limesstiftung übergaben 2020 ein Relief eines Römerkastels an die Öffentlichkeit – Bürgerstiftung Mittelhessen lobt Engagement für die Region

Das Relief des Römerkastells aus der Nähe betrachtet. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Dass Mittelhessen das Grenzgebiet zwischen Germanien und dem römischen Reich war, wissen viele. Dass der Limes, ein UNESCO Weltkulturerbe, seinen nördlichsten Punkt auf der Licher Gemarkung bei Kloster Arnsburg hatte, wissen schon weniger. Daran zu erinnern, Geschichte erlebbar zu machen und den Menschen der Region eine Anlaufstelle zu bieten, war immer das Ziel und die Leidenschaft von Roland Jockel.

Lich ist besonders reich an Erinnerungen an die Römer, die Roland Jockel bereits als kleiner Junge bei vielen Spaziergängen mit seinem Großeltern kennen lernte. Ob die Reste des Kastells und Vicus Arnsburg/Alteburg oder das Stück Limes im Wald in der Nähe der Peterseen (Mönchsteiche) mit seiner Turmstelle. So entstanden bei Roland Jockel zahlreiche Ideen, wie man diese historischen Orte sichtbar machen könnte und damit vielen Menschen unsere Geschichte erlebbar zu machen.

Bei einem Vortrag traf Jockel auf die Bürgerstiftung Mittelhessen und ihren Vorsitzenden Klaus Arnold. Die Idee zur Gründung einer Partnerstiftung wurde geboren, Geld gesammelt und ab Mitte 2007 ging die Limesstiftung ans Werk.

Der kulturhistorisch interessierte und engagierte Roland Jockel. (Foto: Privat)

Klaus Arnold erinnert sich:  „Unsere Bürgerstiftung Mittelhessen sammelt Kapital und legt es gut an, um in Mittelhessen mit den Erträgen Gutes bewirken zu können. Aber um Gutes zu bewirken braucht es natürlich auch Mitstreiter, welche sich für die gute Sache einsetzen und helfen unsere Projekte voran zu bringen.

In unseren Partnerstiftungen und Stiftungsfonds haben wir Beiräte, die die Verantwortung übernehmen und den Stiftungszweck verfolgen. Bei unserer Limesstiftung hat Herr Roland Jockel die Geschicke mit einer ganz besonderen Begeisterung geführt. Er hat bei der Gründung nicht nur über das Ansprechen der Bevölkerung das Grundstockkapital der Limes-Stiftung akquiriert, sondern auch viele Projekte umgesetzt.

Jockel engagierte sich von nun an über die Maßen und so können heute viele Menschen mittelhessische Geschichte der Römerzeit bewundern. Die Restaurierung der Grundmauern am Wachtturm Kolnhäuser Kopf, die Errichtung von Informationstafeln an der Wachturmstelle, entlang des Rundwanderweges und am Parkplatz Peterseen sind nur einige Beispiele der zahlreichen Beweise seines ehrenamtlichen Einsatzes.

Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, neben dem Relief des Römerkastells. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Die Limesstiftung schuf zudem eine wertvolle Ergänzung zu dem, was sich in den Jahren vorher in der Gemarkung getan hatte: Die Archäologische Gesellschaft in Hessen hatte im Flurbereinigungsverfahren Muschenheim das Gelände des Kastells Arnsburg und des Vicus erworben, Nordtor und Kastellecke waren restauriert worden, um Muschenheim war ein Kulturhistorischer Rundwanderweg angelegt worden. Schließlich reifte der Entschluss, ein Modell des Kastells Arnsburg mit Teilen des Vicus anfertigen zu lassen. Schließlich hatte die Archäologische Gesellschaft das Gelände in mehreren geophysikalischen Prospektionen erschließen lassen. Kundig gemacht hatte er sich im Römerpark Ruffenhofen, wo ein ähnliches Modell existierte. Mit viel Engagement und der Abwicklung durch die Bürgerstiftung ist es Roland Jockel zu verdanken, dass nun dieses Modell des Kastells mit Teilen des Vicus am 17.10.2020 der Öffentlichkeit übergeben werden konnte.

Klaus Arnold lobt Jockels langjähriges Engagement mit den Worten: „Als Glanzpunkt kann man mit Fug und Recht die Erstellung des preisgekrönten Reliefs des ehemaligen Römerkastells bei Muschenheim sehen. Wenn man bedenkt, wie viele Stunden Vorbereitungen in diesem Projekt stecken, freuen wir uns umso mehr, dass wir den unermüdlichen Visionär Roland Jockel und aktiven Umsetzer für die Limesstiftung als Partnerstiftung der Bürgerstiftung Mittelhessen in unseren Reihen hatten. Hier sind die 22.000 Euro der Stiftung gut angelegt.“ Roland Jockel war sichtlich erfreut und ergänzte: „Ursprünglich träumte ich ja davon, gegenüber dem Hotel Klosterwald einen nachgebauten römischen Wachtturm mit römischem Garten zu entstehen zu lassen. Da dies aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden konnte, legte ich dann den Fokus auf das Modell auf dem Kastellgelände. Und nun bin ich überglücklich, dass dies auf so anschauliche Weise gelungen ist und wünsche mir viele interessierte Menschen, die sich das hier einmal anschauen wollen.“

Gemäß dem Motto der Bürgerstiftung „engagiert für die Region“ wurde so den Menschen in Mittelhessen ein kulturhistorischer Ort zum Besuchen und Erleben ermöglicht.

Bürgerstiftung Mittelhessen spendet für den „LebensRaum“ im KroKi Haus

V.l.: Prof. Dr. Burkhard Brosig, Marc Kennerknecht, Jens Ihle und Julia Rühl bei der Übergabe der Spende. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Das Kroki Haus ist eine gemeinnützige und vollstationäre Jugendeinrichtung, organisiert als gGmbH und gefördert vom KroKi Verein. Die Initiative kümmert sich um Kinder mit chronischen Erkrankungen, in der Einrichtung bekommen Kinder und Jugendliche zwischen 8-18 Jahren eine gezielte pädagogische, therapeutische und psychosoziale Betreuung. Die beiden Organisationen arbeiten hier eng mit der Gießener Kinderklinik zusammen.

Die Arbeit für diese Kinder, die vom Schicksal getroffen wurden, ist aus Sicht der Bürgerstiftung sehr wertvoll und sollte unterstützt werden. Jens Ihle, Vorstand unserer Bürgerstiftung, überreichte einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.000 Euro an den Vorstand des Vereins Prof. Burkhard Brosig, Geschäftsführer des Hauses Marc Kennerknecht und Julia Rühl von der Kinderklinik aus Gießen.

„Der Vorstand der Bürgerstiftung war sich schnell einig, dass wir die wichtige Arbeit des KroKi Hauses unterstützen werden. Die wertvolle Arbeit für die Kinder im Haus ist bemerkenswert und verdient unseren Respekt“, fasst Ihle die Entscheidung zum Spenden zusammen.

Das Geld soll zur Gestaltung und Ausstattung eines ErlebnisRaums für die Kinder und Jugendlichen verwendet werden. Medien- und Musikpädagogische Angebote stehen dabei im Fokus.

Bürgerstiftung Mittelhessen erweitert das Kuratorium

Neue Mitglieder freuen sich auf ihr neues Ehrenamt


In dieser Konstellation geht die Bürgerstiftung in die nächsten fünf Jahre:

1. Reihe von links: Klaus Arnold, Johannes Haas, Jens Ihle, Ina Weller, Stefan Becker

2. R. v. l.: Dr. Jan-Eric Rempel, Frank Smajek, Horst Rieper, Joachim Mohr, Dr. Peter Hanker

3. R. v.l.: Prof. Dr. Verena Rock, Dr. Katja Krämer-Schultheiss, Daniel Beitlich (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Die Kuratoriumsmitglieder der Bürgerstiftung Mittelhessen begrüßten vor kurzem drei neue Mitglieder in ihrem Kreis. Seit 19. November dann neu dabei sind die Medizinerin Dr. Katja Schultheiß, Hochschulprofessorin Prof. Dr. Verena Rock und der Gießener Unternehmer Daniel Beitlich.

Horst Rieper, Vorsitzender des Kuratoriums und maßgeblich an der Auswahl der neuen Mitglieder beteiligt, erklärt: „Mein Ziel als Vorsitzender war es, Persönlichkeiten mit verschiedenen Charakteren und aus verschiedenen beruflichen Hintergründen zusammenzubringen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir so durch diese interessante Vielfalt der Menschen noch viel mehr Gutes bewirken können.“

Gemeinsamkeiten haben die neuen Kuratorinnen und der neue Kurator dennoch: Sie sind überzeugte Mittelhessen und gerne sozial engagiert. Sie betonen einheitlich: „Wir freuen uns auf unsere Arbeit im Gremium und wollen uns gerne aktiv mit Rat und Tat einbringen.“

Erst im Oktober wurde der bewährte Vorstand um den Vorsitzenden Klaus Arnold, bestehend aus Johannes Haas, Jens Ihle und Ina Weller, ebenfalls bestätigt. Ebenso das Kuratorium um Horst Rieper, mit seinen Mitgliedern Stefan Becker, Dr. Peter Hanker, Joachim Mohr, Dr. Jan-Eric Rempel und Frank Smajek. Zusammen mit den neuen Mitgliedern geht die Bürgerstiftung in dieser Konstellation in die nächsten fünf Jahre.

Mit Abstand Nähe zeigen

Bürgerstiftung Mittelhessen spendet 4.000 Euro an Lebensgemeinschaft Bingenheim

Nähe trotz Abstand: Klaus Arnold (rechts) übergibt die Spende der Bürgerstiftung an Manuel de Roos, Geschäftsführer der Lebensgemeinschaft Bingenheim. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Mit Abstand Nähe zeigen – diese Worte beschreiben am besten den Besuch von Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, bei der Lebensgemeinschaft in Bingenheim. Am 3. Dezember übergab er vor Ort eine Spende über 4.000 Euro.

Im Wohnheim der Lebensgemeinschaft leben unter anderem Kinder mit geistiger Behinderung, welche neben ihrer Behinderung mit zusätzlichen Hürden konfrontiert sind, da sie aus sozial schwierigen Verhältnissen kommen. Sie leben das ganze Jahr über im Heim und erfahren keinerlei Unterstützung von Angehörigen.


„Gerade in der jetzigen Zeit der Shutdowns und sozialen Distanz ist es für diese Kinder so wichtig zu spüren, dass wir für sie da sind und sie zu Weihnachten ein persönliches Geschenk bekommen.“

Manuel de Roos, Geschäftsführer Lebensgemeinschaft Bingenheim

Diese Worte des Geschäftsführers der Lebensgemeinschaft Bingenheim, Manuel de Roos, waren laut Klaus Arnold ausschlaggebend für die Bürgerstiftung, diesen Betrag für Weihnachtsgeschenke, Spielsachen und Spielgeräte zur Ausstattung der Wohngemeinschaften zu spenden.
Zusätzlich unterstützt wurde die Bürgerstiftung Mittelhessen durch eine Bad Nauheimer Bürgerin, welche selbst diese bitteren Erfahrungen in ihrer Jugend sammeln musste. „Wir wünschen uns, dass die Kinder zum Weihnachtsfest trotz Abstand eine liebevolle Nähe erfahren“ , so Arnold.

Der EhrenamtPreis für junge Menschen 2020 ist gestartet!

Buergerstiftung-Mittelhessen EhrenamtPreis

Viele junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich und freiwillig in Vereinen, Kirchen und sozialen Einrichtungen. Sie setzen sich ganz selbstverständlich ein für Menschen und Tiere, für Natur und Umwelt, für sozial Benachteiligte – und das häufig auch im Verborgenen. Fällt Ihnen da jemand ein? Dann nominieren Sie ihn für den diesjährigen EhrenamtPreis!

EhrenamtPreis 2020 der Bürgerstiftung Mittelhessen startet

Bewerbungen können ab 1. Dezember abgegeben werden

Mit dem EhrenamtPreis belohnt die Bürgerstiftung Mittelhessen jedes Jahr junge Menschen, die sich engagieren. (Foto: Tim Lochmüller)

Zum 7. Mal lobt die Bürgerstiftung Mittelhessen den EhrenamtPreis für junge Menschen aus. Jeder kann einen jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, der sich ehrenamtlich engagiert, für die Preisverleihung vorschlagen. Die verlängerte Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2021.  Es winken Preisgelder in Höhe von insgesamt mehreren tausend Euro.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Klaus Arnold, appelliert: „Ich möchte alle aufrufen, die einen jungen Menschen in der Altersgruppe kennen, der ehrenamtliche Arbeit leistet, diesen für den Ehrenamtspreis vorzuschlagen. Gerade in diesem so besonderen Jahr, das uns allen einiges abverlangt, sollte man die bedenken und auch ehren, die sich trotz aller widriger Umstände nicht davon abhalten lassen, diesen wertvollen, gesellschaftlichen Beitrag des Ehrenamtes zu leisten.“

Kennen Sie jemanden, der für sein Ehrenamt belohnt werden sollte? Nutzen Sie unser Formular zur Nominierung!

Spitze der Bürgerstiftung macht weiter

Horst Rieper, das Kuratorium und die Vorstände für weitere fünf Jahre bestätigt

Die Kuratoriumssitzung der Bürgerstiftung fand dieses Jahr Online statt. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Am gestrigen Sonntag fand die Kuratoriumssitzung der Bürgerstiftung Mittelhessen statt – zum ersten Mal online. Unter dem Vorsitz von Horst Rieper wurde die Arbeit und das finanzielle Gerüst der Stiftung diskutiert. Die niedrigen Zinsen und die Corona-Pandemie machen es nicht leicht, Gutes zu tun. Dennoch konnte der Vorstand um Sprecher Klaus Arnold von guten Projekten, Spenden und finanzieller Entwicklung berichten. Am Ende gab es Beschlüsse: Der Vorstand wurde für weitere fünf Jahre bestätigt und die Kuratoriumsmitglieder und ihr Vorsitzender bleiben an Bord. Dazu Horst Rieper: „Ich freue mich, dass wir in Zeiten von Corona unsere Arbeit als Kuratorium in der Bürgerstiftung fortsetzen. Um weiterhin Gutes zu tun wollen wir das Stiftungskapital erhöhen und engagiert gute Projekte in der Region vorantreiben. Dass Kuratorium und Vorstand weitere fünf Jahre ehrenamtlich dabei bleiben, freut mich sehr.“

Neuer Stiftungsfond für Bürgerstiftung Mittelhessen

100.000 Euro für Förderung und Unterstützung der Kinderhospizarbeit von Dr. Ulla Türck-Frühauf

Familie Pamukci bei der Übergabe der Zustiftung über 50.000 Euro an Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen.
Unterstützung eines Herzensthemas: Familie Pamukci bei der Übergabe der Zustiftung über 50.000 Euro an Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen. (Foto: Bürgerstiftung Mittelhessen)

Die Bürgerstiftung Mittelhessen ist dieser Tage um einen weiteren Stiftungsfond und damit verbunden 100.000 Euro gewachsen. Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, zeigte sich überaus erfreut über das Ansinnen der in Gießen geborenen Dr. Ursula Türck-Frühauf, insgesamt 50.000 Euro der Bürgerstiftung für die Förderung und Unterstützung von Kinderhospizarbeit als Stiftungsfond zur Verfügung zu stellen. Der Stiftungsfonds trägt den Namen „Dr. Ulla Türck-Frühauf Stiftung“, ein Stiftungsfonds der Bürgerstiftung Mittelhessen. Unterstützt werden sollen Einrichtungen und Institutionen, die Kinder behandeln und pflegen, welche an tödlich verlaufenden Krankheiten leiden. Weiterhin sollen auch die ambulante Kinderhospizarbeit und z.B. Elternvereine, die Familienangehörigen Unterkunft im Umfeld ihrer kranken Kinder ermöglichen, in den Stiftungszweck einbezogen werden.

Während die Möglichkeit für Erwachsene, die letzte Phase ihres Lebens in einer für sie angenehmen Umgebung mit spezieller Betreuung weitgehend schmerzfrei verbringen zu können, seit einigen Jahren in unterschiedlichen Formen (z.B. spezielle Stationen in Krankenhäusern, für diesen Zweck umgebaute oder neu errichtete Häuser) eingerichtet wurden, besteht für Kinder auf diesem Gebiet großer Mangel. Genau dieser Mangel hat die Gründerin der Stiftung dazu bewogen, sich diesem Themenbereich zu widmen. Die Information über die Bürgerstiftung durch deren Vorstandsvorsitzenden Klaus Arnold gab dann den Ausschlag für ihr Engagement auf diesem Weg.

Die Begeisterung von Türck-Frühauf für ihre Stiftung zeigte bereits ansteckende Wirkung. Die Unternehmer Sermin und Ferat Pamukci aus Wetzlar sind auf die Stiftung und auf das Herzensthema Kinderhospizarbeit aufmerksam geworden. Den beiden in Gießen geschäftlich tätigen Unternehmern Pamukci war schnell klar, dass sie diesen Stiftungsfond unterstützen möchten und zwar mit weiteren 50.000 Euro. „Es macht uns sehr glücklich, mit den in der Region erwirtschafteten Einnahmen auch regionale Einrichtungen unterstützen zu können“, erläutert Ferat Pamukci seine Entscheidung.

Nun wolle man sich zusammensetzen und beratschlagen, welche konkrete Hilfestellung die Bürgerstiftung angehen könne, erläutert Arnold die weitere Vorgehensweise. Wer den Stiftungsfond „Dr. Ulla Türck-Frühauf Stiftung“ ebenfalls unterstützen möchte, kann dies mit einer Überweisung auf das Konto DE41 5139 0000 0105 4838 30 bei der Volksbank Mittelhessen unter Angabe des Verwendungszwecks „Zustiftung“ tun.

EhrenamtPreis für junge Menschen 2019: Erster Preis geht an Jakob Nolte aus Laubach

Erfolgreiches Engagement: Jakob Nolte ist durch sein Engagement für Artenvielfalt bereits mit 19 Jahren ein Experte auf seinem Gebiet (Foto: Jonas Wissner/Gießener Allgemeine Zeitung)

Am vergangenen Montag überreichte Klaus Arnold, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Mittelhessen, den ersten Preis des Ehrenamtpreises für junge Menschen an Jakob Nolte aus Laubach. Der 19-jährige überzeugte mit seinem Engagement für Artenvielfalt. Dotiert ist der Preis mit 1.000 Euro.

Nolte zeigte sich regelrecht begeistert, dass er diese Ehrung erhielt und berichtete mit großer Leidenschaft von seinem ehrenamtlichen Engagement. „Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten im Verein, in der Schule oder auch im privaten Bereich beziehen sich stets auf den Schutz und Erhalt der heimischen Artenvielfalt und der Naturbildung junger, aber auch älterer Menschen. Ihnen möchte ich besonders die botanische Artenvielfalt unserer Region näherbringen. Ich bin auch deshalb so glücklich über meine heutige Ehrung, weil das auch wieder eine Chance ist, die heimische Biodiversität und den Naturschutz in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, erläuterte Nolte und ergänzte: „Das ist existentiell für uns alle, für unsere Lebensqualität und die künftiger Generationen.“

Klaus Arnold freute sich mit dem Preisträger und hob hervor, dass Nolte nicht nur durch seine Themenwahl, sondern auch durch sein ganz persönliches vielfältiges Engagement von der Ehrenamtjury auf Platz 1 des aktuellsten Wettbewerbes gesetzt wurde. Auch Arnold zeigte sich sehr angetan vom Engagement und zählte Einiges dazu auf. Nolte sei Mitglied des Vorstandes des Naturschutzbundes Laubachs, leistete zahlreiche Arbeitseinsätze in Naturschutzgebieten und führe als Experte für Botanik verschiedene Gruppen interessierter Menschen im Rahmen von Exkursionen zu Themen der Botanik. Beispielhaft nannte Arnold die Themenschwerpunkte „essbare Wildpflanzen für Vielfalt auf dem Speiseplan, heimische Heilkräuter für die Hausapotheke und seltene Botanische Raritäten unserer Landschaft“. Nolte lege nicht nur großen Wert darauf, die praktische Naturschutzarbeit voranzubringen, sondern vor allem das Bewusstsein für Natur und Mensch im Sinne der Nachhaltigkeit und Sinneserfahrung zu stärken, so Arnold.

Beeindruckt zeigte sich Arnold weiter darüber, dass Nolte sogar als Journalist tätig sei und schon eindrucksvolle Artikel in der Zeitschrift „Natur und Garten“ veröffentlichen durfte.

Nolte erzählte außerdem von seinem schulischen Engagement am Laubach-Kolleg. Hier sei 2019 eine sehr große Insektennisthilfe entstanden, für die er mit motivierten Schülerinnen und Schülern Nistelemente getöpfert und gestaltet habe. Anschließend habe er in einem Vortrag der gesamten Schulgemeinde die Beweggründe und Methodiken einer solchen Nisthilfe erläutert und diskutiert. Bis heute betreue er außerdem zusammen mit Teams aus Schülerinnen und Schülern und auch Lehrerinnen und Lehrern und Eltern große Wildblumenwiesen.

Im November 2019 referierte er an der Universität in Bayreuth, um für seine Arbeit eine Vernetzung zur Wissenschaft herzustellen. Daraus sei eine regelmäßige Zusammenarbeit entstanden. Für Nolte ist dies auch Ansporn im kommenden Jahr am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilzunehmen. Schwerpunkt wird sein: „Verlust von Artenvielfalt und Abundanz (Häufigkeit) von Pflanzenarten“.

Arnold bedankte sich bei Nolte für sein überragendes ehrenamtliches Engagement mit den Worten: „Wenn es noch mehr junge Menschen mit Ihrer herausragenden Leistung gibt, braucht uns allen nicht bang sein um unsere Zukunft. Machen Sie weiter so!“. Dann überreichte Arnold die Urkunde und den Geldpreis.

Abschließend brachte er das Bedauern der Bürgerstiftung zum Ausdruck, dass es in diesem Jahr Corona bedingt keine Feierstunde geben konnte und deshalb die Ehrungen auf andere Weise vorgenommen werden müssen. „Es ist wirklich sehr schade, dass die insgesamt 27 Preisträgerinnen und Preisträger 2019 nur auf schriftlichem Wege ihre Ehrungen erhalten haben. Dennoch werden wir – so wie wir es heute auch mit Herrn Nolte tun – den ein oder anderen mit seinem jeweiligen Engagement der Öffentlichkeit auf diesem Wege vorstellen. Denn wir meinen, es ist immens wichtig zu zeigen, dass es viele junge Menschen gibt, die sich auf ganz verschiedenen Gebieten ehrenamtlich engagieren. Wir von der Bürgerstiftung sind sehr dankbar dafür“, erläutert Arnold weiter.

Ehrenamtpreis der Bürgerstiftung Mittelhessen

Die Bürgerstiftung Mittelhessen hat vor sechs Jahren den EhrenamtPreis für junge Menschen ins Leben gerufen, um auf deren ehrenamtliches Engagement aufmerksam zu machen – zur Nachahmung für andere junge Menschen und als Ansporn für ehrenamtliches Engagement insgesamt.

Der Preis wird an junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren vergeben, die sich in besonderer Weise oder über eine längere Zeit engagieren und Verantwortung übernehmen. Aufgerufen waren Bürger, Vereine, Schulen, Gemeinden und andere Einrichtungen, die  jungen Menschen für einen EhrenamtPreis vorzuschlagen.

Aus den vorliegenden Bewerbungen hat dann eine Jury Anfang des Jahres die 27 Preisträger ermittelt. Die Preisgelder werden in vier Kategorien vergeben, liegen im Einzelnen zwischen 100 und 1.000 Euro und  richten sich nach dem jeweiligen Engagement der jungen Menschen. Dabei wird Initiativen, die aus eigenem Antrieb und ohne Unterstützung oder Anleitung durch einen Verein entstanden sind, eine höhere Priorität eingeräumt.

Der EhrenamtPreis für junge Menschen der Bürgerstiftung Mittelhessen geht am 1. November 2020 in die nächste Runde. Dann können wieder bis Ende Januar junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren vorgeschlagen werden, die ehrenamtlich aktiv sind.

IG Bauwagen ’93 spendet für Langsdorfer Stiftung


Steffen Roth (r.) und Daniel Jung (m.) von der IG Bauwagen ’93 mit „Vereinsmaskottchen Waltraud“ bei der Übergabe des Spendenschecks an Dr. Andreas Kuczera (l.) vom Stiftungsbeirat. (Foto: Daniel Jung)

1993 gründeten sieben Freunde die IG Bauwagen Langsdorf. Bald schon wurde das Projekt zu einem erfolgreichen Jugendtreff, der mit seinen Veranstaltungen zum festen Bestandteil im Jahreskalender des Dorfes wurde.

Nach interner Abstimmung spendeten die Mitglieder zu Ostern 2020 einen Betrag von 1.000 € an die Langsdorfer Stiftung. Die Freunde, mittlerweile zum Großteil auch Familienväter, wollen damit ihrem Heimatort und ihren Kindern „etwas zurückgeben“ und so entschied man sich für die Spende an eine Institution „von der alle Langsdorfer etwas haben“.

Die Langsdorfer Stiftung wurde als Partnerstiftung der Bürgerstiftung Mittelhessen im September 2008 gegründet. Das Stiftungskapital wurde durch die Gelder der Vereinsgemeinschaft „Dolles Dorf Langsdorf“, nach dem Gewinn des gleichnamigen Wettbewerbs des Hessischen Rundfunks im Jahre 2005 und durch Zuwendungen einzelner Bürgerinnen und Bürger aufgebracht.

Seit dem wurden jedes Jahr verschiedene Projekte unterstützt, z.B. an der Grundschule Langsdorf: JEKI (Jedem Kind ein Musikinstrument), ein Bausystem (Möbel) für den Betreuungsverein der Schule, T-Shirts für die Jugend des Tennisvereins, Funkgeräte für die Jugendfeuerwehr, Bücher und Hörbücher für die Langsdorfer Bücherei und viele andere. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.Langsdorfer-Stiftung.de.

Entsprechend ihres Stiftungszwecks will die Langsdorfer Stiftung gesellschaftliche Vorhaben fördern, die im Interesse der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger liegen. Vor allem will die Stiftung den Gemeinschaftssinn im Dorf und die Mitverantwortung der Bevölkerung fördern, stärken und damit dazu beitragen, dass Langsdorf sich positiv entwickelt.

(Text: Daniel Jung)