Die Jury hat entschieden: Der mit 7000 Euro dotierte Licher Literaturpreis 2026 geht an den Schriftsteller Jan Snela für seinen Debütroman „Ja, Schnecke, ja“, erschienen 2025 im Verlag Klett-Cotta, Stuttgart.
Snela erzählt eine ebenso schräge wie berührende Liebes- und Trennungsgeschichte und gestaltet dabei traditionelle japanische Formen wie Haibun und Haiku neu. Die sechsköpfige Jury würdigt ein „außergewöhnliches Debüt“, das den Wert des Kleinen und scheinbar Unbedeutenden gegen die Beschleunigung des modernen Lebens setzt: „Poetisch verspielt und mit überraschenden Wortschöpfungen wird hier die Sprache selbst zur eigentlichen Hauptfigur.“
Jan Snela, 1980 in München geboren, lebt heute in Stuttgart. Für seine Texte wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für Prosa beim Open Mike und dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg. „Ja, Schnecke, ja“ stand auf der SWR-Bestenliste und wurde von der ZEIT in die Liste der hundert besten Bücher des Jahres 2025 aufgenommen. Die Jury wählte aus einer Longlist von neun Titeln; auf der Shortlist standen neben Snela Laura Freudenthaler mit „Iris“ und Esther Schüttpelz mit „Grüne Welle“.
Die Preisverleihung findet am Sonntag, dem 20. September 2026, um 11:30 Uhr im Rahmen einer Matinee im Licher Kino Traumstern statt. Jan Snela wird aus dem prämierten Buch lesen. Die Licher Literaturpreis-Stiftung ist ein Stiftungsfonds in der Bürgerstiftung Mittelhessen; der Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben.
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